28.02.2014

Neue Wege: GemeindemanagerIn gesucht!

Wer sagt denn eigentlich, dass Pfarrer und Pfarrerinnen alles machen müssen: Gemeinde Elberfeld-West sucht ManagerIn.

Johannes Nattland ist Pfarrer in Elberfeld-West und in der CityKirche Elberfeld

Mitten hinein in die aktuelle Pfarrbilddiskussion setzt die Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-West neue Akzente, geht neue Wege. Wer sagt denn eigentlich, dass Pfarrer und Pfarrerinnen alles machen müssen: starke und ansprechende Predigten halten, intensive Trauergespräche führen, Gemeindeaufbau leisten, junge und ältere Menschen ansprechen und dann auch noch die immense Organisationsarbeit leisten, die ein aktives Gemeindeleben mit vielen, vielen Ehrenamtlichen, einigen Nebenamtlichen, vielen kleinen und großen Events so mit sich bringt?

Die Gemeinde hat sich im vergangenen Jahr entschieden, auch die zweite Pfarrstelle, die seit dem 1.12.2013 mit Pfarrerin Isabell Berner besetzt ist, nur im Umfang von 75 % zu besetzen. Grund dafür war, dass zwar die finanziellen Zuweisungen zurückgehen, nicht aber die anfallende Arbeit. Daher müssen neue Ideen her. Das Presbyterium möchte keine Arbeitsbereiche aufgeben, den Pfarrstelleninhabern aber die Möglichkeit geben, sich konzentrieren zu können auf die ?originären? Arbeitsfelder: Predigt, Seelsorge und Gemeindeaufbau.

Dafür sucht die Gemeinde jetzt eine Person, deren Herz für das Management an sich und für das Organisieren von großen und kleinen Events, aber auch für die Personalführung schlägt. Die gesuchte Person soll dabei Schnittstelle für die vielen ehrenamtlich und hauptamtlich Aktiven sein, aber auch eigene Schwerpunkte setzen, z.B. beim Aufbau eines Besuchsdienstes mithelfen oder der Entwicklung von Erwachsenenbildung.

Als Innenstadtgemeinde ist Elberfeld-West bunt und offen. Zum Profil der Gemeinde gehört die diakonische Ausrichtung, Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit, eine in einem Begegnungszentrum gebündelte Seniorenarbeit von Tanz bis IT, die Verbundenheit mit der namibischen Partner- und der katholischen Nachbargemeinde, eine Kirchenmusik mit Bandarbeit, Jazz und Improvisation und vieles mehr.

Der Vorsitzende, Pfarrer Johannes Nattland, erklärt: ? Wir haben als Gemeinde einen enormen Konzentrationsprozess hinter uns. Dieser fand aber immer vor dem Hintergrund statt, die die Gemeinde bestimmende und wichtige Profilierung trotz allen Abbaus weiter zu fördern. Auch die pastorale Arbeit wollen wir stärken. Die im Presbyterium intensiv geführte Pfarrbilddiskussion hat ergeben, dass neben den obligatorischen Aufgaben der beiden Pfarrstelleninhaber (Amtshandlungen, Gottesdienste, Seelsorge, Beratung, Begleitung von Gruppen, Notfallseelsorge) mehr Freiräume für pastorale Begleitung geschaffen werden sollen, um neue Projekte im Rahmen eines missionarischen Gemeindeaufbaus anzustoßen. Dazu ist es notwendig, dass der große Arbeitsbereich der Organisationsfragen, der Verwaltung und Fragen von Struktur und Veränderungsprozessen auf das notwendige Maß reduziert werden soll.

Als Gemeinde wollen wir noch mehr den Menschen in unserem Quartier ein ?Gesicht der Gemeinde? bieten, das durch reale Begegnung lebt: Hier können durch eine verstärkte pastorale Arbeit erste Impulse gesetzt und Begegnungen ermöglicht werden. Wir wollen das ?Pfarrbild? ? das ? durchweg positive – Bild, dass sich die Menschen von der Pfarrerin/dem Pfarrer machen, als ?Türöffner?, als Vernetzer und Kommunikationspartner nutzen.?

Nun gilt es, einen Manager/eine Managerin mit Herz, Empathie und (Selbst)Organisationsvermögen zu finden aufgrund einer Stellenausschreibung, die bisher einmalig im Rheinland ist.

Gleichzeitig sucht die Gemeinde auch einen Jugendmitarbeiter bzw eine Jugendmitarbeiterin, um die Arbeit mit Kinder und Jugendlichen auszubauen. Beide Stellen könnten auch durch eine Person besetzt werden ? auch hier können neue Wege gegangen werden!

text: dummer/ör-wj

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