11.12.2013

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SPD: „FDP-Chef Lindner zieht Tanzzentrum Pina Bausch ins Lächerliche“

Der neue FDP-Vorsitzende Christian Lindner, ein gebürtiger Wuppertaler, habe das im Koalitionsvertrag erwähnte Tanzzentrum Pina Bausch "ins Lächerliche gezogen" und "diskreditiert", monieren die drei SPD-Landtagsabgeordneten Bell, Bialas und Neumann.

Auf ihrer gemeinsamen Homepage kritisieren Dietmar Bell, Andreas Bialas und Josef Neumann den neuen FDP-Chef:

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„Mit Erstaunen und Irritation haben wir die Worte des gebürtigen Wuppertalers Christian Lindner vernommen, der sich in seiner Antrittsrede auf dem Berliner FDP-Bundesparteitag diskreditierend über das Internationale Tanzzentrum Pina Bausch äußerte. Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass er die Aufnahme dieses überaus wichtigen Wuppertaler Zukunftsprojekts in den Koalitionsvertrag von CDU und SPD ins Lächerliche zieht und eine krude Verknüpfung zwischen Tanzzentrum, Bienenmonitoring resp. Tierwohl und Steuersenkungen (!) herstellt.“

Christian Lindner bei "Hart aber fair".Christian Lindner bei „Hart aber fair“.

Tatsächlich hat sich Lindner in seiner Antrittsrede auf dem FDP-Bundesparteitag zum Tanzzentrum geäußert: „Zwar hat das Bienenmonitoring, das Tierwohl und auch das Tanzzentrum Pina Bausch den Weg in den Koalitionsvertrag gefunden, die Dämpfung der kalten Progression aber nicht.“ Ähnlich hatte sich Lindner auch in der Fernsehsendung „Hart aber fair“ geäußert, wobei er dort sogar fälschlich vom „Tanzzentrum Pina Bausch in Wuppertal“ sprach. Tatsächlich wird der Ort des Zentrums in der Koalitionsvereinbarung nicht erwähnt.

Bell, Bialas und Neumann fragen mit Blick auf die Wuppertaler FDP-Prominenz: „Was sagen Herr Hafke und Herr Suika zu den Ausführungen ihres neuen Bundesvorsitzenden?“

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Foto: WDR

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Kommentare

  1. Don.Corleone sagt:

    Es ist lächerlich, solch eine Bagatelle wie das sog. „Tanzzentrum“ i.d.Koalations-Vertr
    ag aufzunehmen , einfach nur noch lächerlich , diese dt. Poitik .
    Natürlich Lindner/FDP recht, obwohl ich ihn nicht mag.

    Es gibt wirklich Wichtigeres wie d.undefinierbare „Herumgehoppse “ a.d. Bühne ,
    u.es kostet auch noch, wollen d. Staatsmittel abgreifen ?
    Welcher Polit-Clown ist eigentlich a.d. Idee gekommen .
    ToTAL überflüssig wie d. Sack Reis……………

  2. Jörn Suika sagt:

    Es freut mich, dass die Herren Bell, Bialas und Neumann offensichtlich den vergangenen Sonntag damit verbracht haben, mit großem Interesse dem Bundesparteitag der FDP und der Rede unseres neuen Bundesvorsitzenden Christian Lindner zu folgen. Offensichtlich ist die Meinung der FDP nach wie vor von größtem Interesse für die SPD.

    Richtiger Weise hat sich Christian Lindner in seiner Rede auf dem Bundesparteitag an keiner Stelle gegen ein Tanzzentrum Pina Bausch ausgesprochen und in „Hart aber fair“ sogar klar gemacht, dass eine solche Einrichtung seiner Auffassung nach auch nur in Wuppertal einen Sinn ergibt! Eine Klarstellung, die es bisher vom Bundesvorsitzenden der SPD noch nicht gibt (siehe Bericht auf njuuz vom 27.11.13).

    Ob Christian Lindner ein Tanzzentrum „ins Lächerliche gezogen“ hat, wie das SPD-Dreigestirn angibt, liegt sicherlich im Auge des Betrachters. Wenn die drei SPD-Landtagsabgeordneten zum Beispiel das Thema Tierschutz für lächerlich halten würden, könnte man ihren Rückschluss nachvollziehen … Für mich war dieser Schluss zumindest nicht so offensichtlich.

    Ich habe einen Christian Lindner erlebt, der beispielhaft aufgezeigt hat, dass es im Koalitionsvertrag eine ganze Reihe von Themen gibt, die – bei aller inhaltlichen Wertschätzung – nur einen Teil der Bevölkerung in Deutschland betreffen. Das Thema „Kalte Progression“, das nahezu die gesamte Bevölkerung betrifft (sei es als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, als Selbstständige oder als Familienangehörige), findet sich hingegen nicht im Koalitionsvertrag. Bei der sogenannten „Kalten Progression“ geht es darum, dass ein Arbeitnehmer nach einer Gehaltserhöhung einen höheren Durchschnittssteuersatz zahlen muss, als vorher. Bei einer Gehaltserhöhung von 2% kann es also sein, dass er Netto nur 1,6% mehr erhält. Wenn gleichzeitig durch die Inflation die Preise um 1,8% gestiegen sind, ist seine Kaufkraft also trotz Gehaltserhöhung gesunken. Durch diese Steuererhöhung nimmt der Staat zusätzlich rund 17,5 Milliarden Euro ein, die den Bürgerinnen und Bürger dann an Kaufkraft fehlen.

    Wenn Herr Bell also fertig damit ist, vermeintliche Aufreger aus parteitaktischen Gründen an den Haaren herbeizuziehen, kann sich sein Kollege Andreas Bialas weiter mit den Vertreterinnen und Vertretern von CDU, Grünen und FDP vor Ort darum kümmern, dass wir in Wuppertal die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das Internationale Tanzzentrum Pina Bausch auch tatsächlich nach Wuppertal kommen kann.

    Damit würden wir unserer Stadt zwei große Gefallen tun:
    Mit dem Internationalen Tanzzentrum Pina Bausch würden die Wuppertalerinnen und Wuppertaler weiterhin ein einmaliges, hochkarätiges Kulturangebot vor Ort erhalten, das zudem auch noch weltweit ein Aushängeschild unserer Stadt bleibt.
    Und mit dem Erhalt des Schauspielhauses als Sitz eines solchen Tanzzentrums könnten wir dieses stadtbildprägende Gebäude als Kulturstätte unserer Stadt erhalten.
    Die FDP-Ratsfraktion geht zumindest davon aus, dass die Parteien in Wuppertal dieses Ziel gemeinsam weiter verfolgen.

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