03.04.2013

Wird Energie unbezahlbar? Einladung zur BürgerInnen- versammlung am 10. April

Das Bündnis Unsere Stadtwerke lädt zur zweiten BürgerInnenversammlung zum Thema: "Wird Energie unbezahlbar?" ins Rathaus Barmen.

 

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Presseinformation: Veranstaltung des Bündnis Unsere Stadtwerke

Seit der Liberalisierung des Strommarkts im Jahr 1998 sind die Strompreise um mehr als 66% gestiegen und sie steigen weiter. Wie die Westdeutsche Zeitung berichtete, sperrt die WSW AG jährlich 4.500 bis 6.000 Kunden mit Zahlungsrückständen die Strom- und Gasanschlüsse. Wuppertal liegt damit bei Energiesperren bundesweit auf einem traurigen Spitzenplatz. Doch nicht allein die Strompreise sorgen für Diskussionsstoff. Im August 2008 wurde beschlossen, mit einer erneuten Teilprivatisierung ein Drittel der Energie- und Wassersparte der Stadtwerke an die belgische Tochtergesellschaft des französischen Atomkonzerns GDF SUEZ als neuem strategischen Partner zu verkaufen. Der Wuppertaler Stadtdirektor und WSW-Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Slawig erklärte damals, „dass Electrabel insgesamt 295 Millionen Euro in die WSW investieren wird, zeigt deutlich, wie wirtschaftlich gesund und strategisch attraktiv unsere Stadtwerke sind“. Knapp 5 Jahre später sieht die Lage düster aus, wie die Westdeutsche Zeitung in zahlreichen Berichten erläuterte. Der Wert der WSW sei um etwa 50 Millionen Euro gesunken. Die Energiewende mache den Stadtwerken zu schaffen. Die Wuppertaler Kraftwerke könnten nicht mehr profitabel betrieben werden. Der Fernwärmeabsatz gehe zurück. Für April 2013 wurde von Dr. Slawig ein Sanierungsprogramm „mit großer Tragweite“ angekündigt, um die Stadtwerke insgesamt wieder rentabel zu machen.

 

„Wird Energie unbezahlbar?“ fragt deshalb das Bündnis Unsere Stadtwerke und lädt ein zur Podiumsdiskussion am Mittwoch, 10.04. um 19:00 Uhr in Raum A 232 im Rathaus Barmen (2. OG).

Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich selbst mehr Klarheit über die Lage ihrer Stadtwerke zu verschaffen. Auf dem Podium stehen Rede und Antwort:

  • Dr. Johannes Slawig, Stadtdirektor und Aufsichtsratsvorsitzender WSW Energie & Wasser AG
  • Professor Norbert Hüttenhölscher, Vorstand Neue Energiekonzepte der WSW Energie & Wasser AG
  • Dr. Hermann Ott, MdB, klimapolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der GRÜNEN
  • Andreas Scheidt, Vorsitzender des ver.di Bundesfachbereichs Ver- und Entsorgung
  • Gerd Marx, Leiter des Bereichs Energieberatung, Energieagentur NRW
  • Frank Jäger, Referent für Sozialrecht, Tacheles e.V.

Moderation: Walter Schumacher, Aachen

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