20.02.2013

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FDP: Erweiterung der City-Arkaden an Bedingungen knüpfen

Die FDP-Fraktion steht einer Erweiterung der City-Arkaden kritisch gegenüber und fordert für eine mögliche Umsetzung die Erfüllung folgender Punkte:

1. Die Innenstadtverträglichkeit muss gewährleistet sein, damit das Projekt zu einem Gewinn und nicht zu einem Schaden für Wuppertal wird.

2. Der Rat darf sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen, sondern muss sich ausreichend Zeit für eine umfassende Prüfung aller Chancen und Risiken der Planungen nehmen.

3. Es muss für die Fassaden- und Umfeldgestaltung unter Beteiligung des Gestaltungsbeirates eine hochwertige architektonische Lösung gefunden werden.

Wir befürworten eine City-Arkaden-Erweiterung dann, wenn abschließend geklärt ist, dass diese die Wuppertaler Innenstadt stärkt und nicht gefährdet,  so Alexander Schmidt, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal und ergänzt: „Daher ist eine ergebnisoffene und umfassende Prüfung die wichtigste Voraussetzung hierzu. Wer die Prüfung bereits jetzt pauschal ablehnt, will sich jeder Entwicklung verweigern.“

Nach Ansicht der Liberalen ist es unerlässlich, im Vorfeld alle Fragen besonnen und kritisch zu klären, neutrale Gutachten auszuwerten und das von der Verwaltung angekündigte Moderationsverfahren durchzuführen. In diesem sollen nach Ansicht der FDP die Anliegen des Einzelhandels ebenso Berücksichtigung finden, wie die von stadtplanerisch und architektonisch fachkompetenten Persönlichkeiten.  Die FDP-Ratsfraktion begrüßt daher ausdrücklich das Angebot des Bundes Deutscher Architekten (BDA), sich in die Entwicklung eines Masterplans für die Wuppertaler Innenstadt einzubringen. Ein solcher Masterplan ist auch nach Ansicht der FDP längst überfällig.

„Unserer Meinung nach sollte der Termin für die Offenlegung daher erst dann anberaumt werden, wenn dieser Prüfprozess durchlaufen und zu einem Ergebnis gekommen ist. Sonst erscheint uns das zeitliche Korsett zu eng, was der Tragweite des Projektes nicht gerecht würde. Wir dürfen uns hier nicht selber unter einen schädlichen Termindruck setzen“, so Schmidt.

Für die Liberalen ist die Innenstadtverträglichkeit ein zentrales Anliegen. Die Stärkung der Wuppertaler Innenstadt als Oberzentrum der Region muss das Ziel der Planungen sein. Dazu muss nach Ansicht der FDP aber jetzt erst einmal der Aufstellungsbeschluss getroffen werden, um in den Prozess der Prüfung und Abwägung der Vorschläge eintreten zu können.

Nicht minder wichtig ist die Qualität der entstehenden Bebauung. Schmidt: „Es ist uns wichtig, dass hier nur eine sowohl in stadtplanerischer als auch in architektonischer Hinsicht, qualitativ hochwertige Bebauung entsteht. Um solch eine Qualität sicher zu stellen, haben wir in Wuppertal einen Gestaltungsbeirat eingerichtet, der auch hier frühzeitig und verbindlich beteiligt werden sollte.

Die Liberalen wollen eine Detailplanung nicht vorweg nehmen, so lange keine konkreten Pläne auf dem Tisch liegen. Schmidt: „Dennoch können wir uns vorstellen, dass mittels eines städtebaulichen Vertrages zu regelnde Dinge, wie zum Beispiel die Nutzung der Außenseiten der Arkaden-Erweiterung mit Ladenlokalen anstelle einer charakterlosen Verblendung, der Festlegung von zusätzlichen Ausgängen oder einer adäquaten Berücksichtigung der Kirche Am Kolk zu garantieren wären. Weiter sehen wir es als unerlässlich an, eine zeitlich durchgehende Begehbarkeit für Fußgänger zwischen dem Bereich Kipdorf und Morianstraße sicherzustellen.“

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Kommentare

  1. petzi sagt:

    Die FDP ist geschickt. Nachdem sie gesehen haben welcher Shitstorm den anderen Pro Sprechern entgegenfliegt, versuchen sie es jetzt auf die dumme Bedingungstour: grundsätzliches Ja – aber mit Auflagen. Es geht hier aber nicht um eine Fassadengestaltung, sondern um die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Einzelhandel, und da brauchen wir gar nichts mehr zu untersuchen, denn die Ergebnisse lieben bereits vor. Sowohl in Wuppertal (da kann der Einzelhandel was erzählen) als auch in einer Studie in 60 deutschen Städten. Das Ergebnis ist immer das gleiche: Konzentration der Profite im Center, Ausbluten der umliegenden Einkaufsstraßen. Deshalb kann es nur ein kategorisches Nein geben. Warum soll Wuppertal Fehler noch mal wiederholen, von denen längst bekannt ist dass sie Fehler sind.

    Die ganze Arkaden Erweiterung macht auf Basis der Daten die ich kenne gar keinen Sinn. Deshalb muss man nach einem Sinn suchen. Es kann also unmöglich nur darum gehen die restlichen elberfelder Attraktoren in das Center zu ziehen. Ich denke wir müssen hier weiter blicken.

    Was vielleicht noch nicht jeder weis ist, dass der Saturn in Barmen Mitte des Jahres nach Hilden abzieht. Hier der WZ Link: http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/saturn-in-barmen-schliesst-und-wandert-nach-hilden-ab-1.1233353

    Damit verliert Barmen einen Publikumsmagneten. Die 15000 qm Erweiterung können a.m.S. nur gefüllt werden, wenn man versucht auch in Barmen Händler zu ködern. Wenn das passieren sollte, kann man irgendwann am Werth oben und unter eine Kette quer spannen, mit einem Schild wo entweder „Geschlossen“ drauf steht, oder „Sie betreten die 1-Euro Zone“.

    Auch die FDP will nicht wahrhaben, dass mehr Angebot nicht mehr Einkommen bedeutet. „Die Stärkung der Wuppertaler Innenstadt als Oberzentrum der Region muss das Ziel der Planungen sein.“ Dem stimme ich voll zu, nur erreicht man das nicht, in dem man einem Monopolisten das Monopol auf attraktive Verkaufsfläche zuspricht.

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