28.12.2012

Bergische Löwen geben den Auswärtssieg nach der Pause aus der Hand

Mit einer schmerzlichen Niederlage gehen die Bergischen Löwen in die Winterpause der 2. Handball-Bundesliga. Nach einer starken ersten Halbzeit und verdienter 15:10-Halbzeitführung ließ sich der BHC mit 29:25 in der Ludwigsburger MHPArena absolut unnötig die Butter vom Brot nehmen.

Die Bergischen Löwen knüpften in der Ludwigsburger MHPArena da an, wo sie am Wochenende gegen den TV Hüttenberg in der Wuppertaler Unihalle aufgehört hatten und fletschten vom Anpfiff an ihre Löwenzähne. Waren es am Samstagabend lediglich acht Gegentore, so lies die BHC-Defensive gegen Bietigheim bis zur Halbzeitsirene nur zehn Treffer zu, denn die Abwehrformation der Bergischen Löwen agierte felsenfest, unterstützt von einem erneut blendend aufgelegten Mario Huhnstock im BHC-Tor.

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Jochen Zürn, Trainer der Gastgeber, sah sich bereits nach etwas mehr als sieben Spielminuten gezwungen, beim Stande von 1:4 die erste Auszeit zu nehmen – zuvor hatte Viktor Szilagyi mit einem Kabinettstückchen Kreisläufer Maximilian Weiß toll in Szene gesetzt. Nach einer knappen Viertelstunde bekam „Max“ seine erste Verschnaufpause – seinen Platz nahm „Rückkehrer“ Fabian Bohnert ein, der vor dem Spiel an alter Wirkungsstätte noch offiziell verabschiedet wurde. Doch in Halbzeit Eins blieb dem BHC-Neuzugang ein Tor verwehrt, obwohl er sich gleich zweimal mit vollem Körpereinsatz am Kreis in Position bringen konnte. Doch der Ball prallte jedoch beide Male nur an das Aluminium des Bietigheimer Torpfostens.

Als beim 6:8 (16.) der Spielfluss der Gäste aus dem Bergischen Land ein wenig ins Stocken zu geraten drohte, griff BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze zur grünen Karte, musste sie aber letztendlich nicht auf den Zeitnehmertisch legen. Sein Team drückte das Gaspedal wieder voll durch und zog bis zur Halbzeitpause auf 10:15 davon.

Mit hohem Tempo begann die zweite Spielhälfte, auf beiden Seiten fielen bis zur 40. Spielminute zahlreiche Treffer, was aber spätestens mit dem 18:20 ganz und gar nicht im Sinne des BHC-Coaches sein konnte, sodass Sebastian Hinze früh eine Auszeit nahm, um sein Team wieder in die richtige Spur zu bringen, die Kontrolle der Partie wieder auf die eigene Seite zu holen. Doch mit der Unterstützung der heimischen Zuschauer blieben die Hausherren dicht dran am BHC und hatten beim Stande von 22:23 (47.) sogar die Chance auf den Augleich, den Mannschaftskapitän Jan Stochl, der nun für Mario Huhnstock das Tor der BHC hütete, jedoch zunächst mit einem gehaltenen Siebenmeter verhinderte. Kurze Zeit später versenkte Rechtsaußen Christian Schäfer für Bietigheim aber zum 23:23 (49.).

Nun war es ein spannendes und mitreißendes Handballspiel, dass sich die Bergischen Löwen unnötig schwer machten – Fabian Bohnert, blieb nach tollem Zuspiel durch Viktor Szilagyi weiterhin glücklos, auf der Gegenseite hielt Jan Stochl gegen den aufdrehenden Christian Schäfer. In der 53. Spielminute bejubelten 2.686 Zuschauer in der MHPArena die 24:23-Führung der Hausherren, die Viktor Szilagyi postwendend im Gegenzug ausglich.

Nach einem Doppelschlag durch Tim Coors zum 27:25 (57.) und einen vergebenen Tempogegenstoß, den Richard Wöss an das gegnerische Lattenkreuz nagelte, schien die Begegnung endgültig gekippt – Tim Schäfer machte mit dem 28:25, gut zwei Minuten vor dem Ende den Deckel auf die Partie, die die Bergischen Löwen am Ende mit 29:25 absolut unnötig verloren und damit mit einer schmerzlichen Niederlage überwintern müssen.

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