13.12.2012

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WSW arbeiten auch im Winter an Freileitungen

Stromausfälle sind immer ärgerlich. Zum Glück kommen sie in Wuppertal nicht häufig vor. Statistisch ist jeder WSW-Kunden lediglich 15 Minuten pro Jahr unversorgt - ein in Deutschland überdurchschnittlicher Wert.

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Die WSW arbeiten rund um das Jahr daran, diese Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Und genau dafür sind manchmal auch geplante Stromabschaltungen notwendig. Bestimmte Arbeiten können nur ausgeführt werden, wenn die Leitungen spannungsfrei sind. Besonders Erneuerungs- und Instandsetzungsarbeiten an den Freileitungen können für die Kunden dabei mehrstündige Versorgungsunterbrechungen bedeuten.

Zurzeit häufen sich bei den WSW Beschwerden von Kunden, die bei der derzeitigen Witterung von solchen geplanten Abschaltungen betroffen sind. So rüsten die WSW aktuell in Beyenburg Mittelspannungs-Freileitungen mit Vorrichtungen für einen verbesserten Vogelschutz aus. Ziel ist es, v.a. Großvögel wie Störche, Greifvögel und Eulen gegen tödliche Stromschläge zu schützen. „Dabei geht es um maximal drei- bis vierstündige Abschaltungen am Vormittag“, sagt Joachim Fritz vom Verteilnetzbetrieb der WSW.

Angesichts der kalten Temperaturen ist der Ärger vieler der betroffenen Anwohner verständlich. Allerdings können diese Arbeiten aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht ins Frühjahr verschoben werden. „Schon seit Monaten gibt es einen regelrechten Ansturm auf die ausführenden Fachfirmen und die Zulieferer für das Umrüstmaterial, weil auch andere Netzbetreiber die Vorgaben für den Vogelschutz jetzt umsetzen müssen“, erklärt Joachim Fritz. Auch andere Arbeiten im Freileitungsnetz können erst spät im Jahr erledigt werden. So sind manche Maststandorte auf landwirtschaftlichen Flächen vor dem Winter mit Rücksicht auf Aussaat, Feldbestellung und Ernte gar nicht erreichbar.

Auch Baumschnittarbeiten im Bereich der Freileitungen können nur zwischen November und März ausgeführt werden. In jedem Fall sind die WSW bemüht, die Einschränkungen für die betroffenen Haushalte so gering wie möglich zu halten. Über geplante Stromabschaltungen werden die Kunden mindestens 72 Stunden im Voraus brieflich informiert, so dass jeder die Chance hat, sich darauf einzustellen. „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Kunden, haben in diesen Fällen aber keine Alternative“, bittet Joachim Fritz um Verständnis.

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Quelle: WSW

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