01.08.2012

Anthropometrie Maschinen und Anlagen Produktentwicklung Produktsicherheit Wirtschaftsregion Bergisches Land

„Prüffinger: Geprüft und für zu kurz befunden“

So wurde jüngst im KAN-Brief 2/2012 getitelt, was sich auf ein Gutachten des Instituts ASER an der Bergischen Universität gründete. Das Ergebnis des Gutachtens schreibt den Stand von Wissenschaft und Technik bei der Konstruktion von Maschinen und Anlagen fort.

Der Maschinenbau ist zusammen mit der Metall- und Elektroindustrie – neben der Chemieindustrie und der Gesundheitswirtschaft – weiterhin der industrielle Kernbereich der Wirtschaft im Bergischen Städtedreieck. Nach anderthalb Dekaden der einseitigen Favorisierung des Dienstleistungsbereichs erfreut sich dies – leider erst im Zuge der westlichen Finanz- und Wirtschaftskrise – auch wieder stärkerer Wertschätzung.

Auch mit welchen Methoden und nach welchen Regeln technische Risiken bei Konstruktion und Bau von Maschinen und Anlagen beherrscht werden können, ist von Beginn an ein Schwerpunkt der Lehre und Forschung im Studiengang Sicherheitstechnik der Bergischen Universität Wuppertal und bei der ASER-Forschungsgruppe in Wuppertal. Die dabei erarbeiteten Ergebnisse richten sich zuförderst an Konstrukteure und Hersteller von Maschinen, Anlagen und sonstigen Arbeitsmitteln sowie von Verbrauchprodukten; nicht zuletzt an die mit Standort Wuppertal oder der Wirtschaftsregion Bergisches Land.

Das KAN-Gutachten 49 wurde Ende Juni auch in Helsinki bei der 4. EU-Konferenz für Normung, Prüfung und Zertifizierung vorgestellt.

Im KAN-Bericht 44, welcher vom Institut ASER e.V. erarbeitet wurde, wird die große Bedeutung von Körpermaßdaten für die Konstruktion von Maschinen und Anlagen aufgezeigt. Darin wurde u.a. empfohlen, spezifische Aspekte der für den Maschinenbau sehr bedeutsamen technischen Norm DIN EN 60529 „Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)“ zu überprüfen.

In dem im Juni 2012 dazu veröffentlichten KAN-Gutachten 49 wird dargelegt, dass eine Testmethode zum Berührungsschutz vor gefährlichen elektrischen oder mechanischen Teilen von Maschinen nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Dazu wird vorgeschlagen, wie dies angepasst werden sollte und wie eine ökonomische Gestaltungslösung aussehen könnte. Die KAN wird diese FuE-Ergebnisse im Herbst 2012 in einem Ergonomie-Workshop mit den beteiligten Kreisen beraten.

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