14.06.2012

Alles koscher – oder was? Jüdisches Kochen zwischen Genuss und Gesetz

Das Café Negev in Barmen und die Begegnungsstätte Alte Synagoge laden für den kommenden Mittwoch zu einer kulinarischen Buchvorstellung. Sie bietet nicht nur Einblicke in die jüdischen Speisegesetze, sonden auch schmackhafte Kostproben aus der jüdischen Küche

Das Café Negev und die Begegnungsstätte Alte Synagoge bitten zu Tisch: Der Autor und Künstler Victor Sanovec stellt sein 2011 erschienenes Buch „Jüdische Kochschule“ vor, und das Publikum darf dabei die leckeren Köstlichkeiten von Grischa Schachwerdian, dem Koch des Café Negev, probieren.  Das Buch des im tschechischen Olumuc (Olmütz) geborenen und seit 1968 in Deutschland lebenden Sanovec zeigt anschaulich, welche bedeutende Rolle das Essen in der langen Geschichte des Judentums spielt. Es klärt über die nicht immer ganz unkomplizierten jüdischen Speisegesetze auf, z.B. darüber, was koscher ist, und was nicht – und warum.

Die jüdischen Speisegesetze (Kaschrut) betrachten das Essen nicht nur als Ernährung, sondern verbinden damit auch Fragen der Gastfreundschaft, der Mitgeschöpflichkeit und der Heiligung des Lebens vor Gott. Im Alltag und zu den religiösen Festen bilden die Speisen in ihrer Symbolik einen erlebbaren Teil der jüdischen Traditionen und Identitäten. Diese waren und sind stark geprägt vom regionalen Umfeld und deren Kultur –  vom osteuropäischen „gefilten fish“ oder dem Bagel bis zum nordafrikanischen Hummus.

Anlässlich der Buchvorstellung bietet das koschere Café Negev (an der Bergischen Synagoge in Barmen) Kostproben seiner Speisekarte an. Aus diesem Grund ist eine Platzreservierung unter info@alte-synagoge-wuppertal.de unbedingt erforderlich! Teilnahmebeitrag inkl. Imbiss (ohne Getränke): 15 €.

milchig oder fleischig? Auf jeden Fall getrennt! Das ist ein zentrales Gebot der jüdischen Speisegesetze. Foto: Begegnungsstätte Alte Synagoge

Termin: Mittwoch, 20. Juni 2012, 18.00 Uhr

Ort: Café Negev, Gemarker Str. 15, Wuppertal-Barmen (an der Neuen Synagoge)

Weitere Informationen: www.alte-synagoge-wuppertal.de

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Kommentare

  1. Moritz sagt:

    Die Gojim können sich leicht einladen lassen und nach den Gesetzen der Kaschrut koscher speisen. Eine Gegeneinladung dürfte schwer werden. Wie will es ein Goi schaffen, koschere Speisen und Getränke den verehrten Gästen zu servieren?
    Und so bleibt das Nebeneinander anstelle eines wünschenswerten Miteinander?? Schade!!

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