08.02.2012

Neues High-End-CT für die Bergstraße: radprax spart – aber nur an der Röntgendosis

Die radprax-Gruppe, einer der größten radiologischen Praxisverbünde in NRW, hat am 06. Februar ein neues hochmodernes Computertomographie-(CT)-System der Firma Siemens bekommen. Für rund 500.000 Euro lässt das radprax-Team in der Zentrale am Standort Bergstraße in Wuppertal nach nur fünf Jahren das alte durch ein neues CT-Gerät austauschen, um Untersuchungen mit der heutzutage geringst möglichen Strahlendosis zu ermöglichen. Damit reagiert radprax auf die anhaltende Diskussion um die zunehmende Strahlenbelastung in der Bevölkerung.

Jeden Tag und an jedem Ort sind Menschen natürlicher Radioaktivität ausgesetzt. Hinzu kommt die ionisierende Strahlung aus technischen und medizinischen Anwendungen, die laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Deutschland etwa 2 Millisievert pro Jahr beträgt. Zusammen mit dem langjährigen Kooperationspartner Siemens installiert radprax am Standort Bergstraße jetzt einen SOMATOM Definition AS 64, mit dem ein Großteil der CT-Untersuchungen unter dieser Marke durchgeführt werden kann. „Dabei handelt es sich um ein Nachfolgemodell des bisher bei radprax eingesetzten Bildgebungssystems, das ebenfalls führend in der Dosiseinsparung ist“, erklärt Dr. Heiner Steffens, Radiologe und einer der Geschäftsführer der radprax MVZ GmbH. „Normalerweise werden Großgeräte in radiologischen Praxen erst nach 8 bis 10 Jahren ausgetauscht. Weil die Computertomografie in letzter Zeit jedoch so große technische Fortschritte gemacht hat, haben wir uns bereits nach fünf Jahren für die Anschaffung der aktuellsten Gerätegeneration entschieden.“

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In dem neu entwickelten CT-Scanner steckt jede Menge intelligenter Technik, die dazu beiträgt, dass CT-Aufnahmen mit der minimalsten Röntgenstrahlung akquiriert werden können. Früher hätte dies zu einer geminderten diagnostischen Bildqualität geführt, jetzt können die Niedrig-Dosis-Bilder aber durch PC-Programme und mit sehr hoher Rechnerleistung so nachbearbeitet werden, dass eine optimale Bildqualität auch im Detail erreicht wird. „Die Software passt die Strahlendosis individuell an den jeweiligen Patienten und die diagnostische Fragestellung an“, weiß Dr. Steffens. „Dadurch kann bei der CT-Routinediagnostik die Dosis beispielsweise um mindestens die Hälfte eingespart werden.“

Nicht nur die Technik denkt in Zukunft bei der Wahl der richtigen Geräteeinstellung mit, auch die Radiologen können mithilfe eines integrierten Dosiszählers genau nachmessen, wo der durchschnittliche Dosiswert für bestimmte Patientengruppen und Untersuchungen liegt. Mensch und Maschine kontrollieren sich also gegenseitig zum Wohle der Patientinnen und Patienten.

Untersuchungen werden in dem SOMATOM Definition AS 64 darüber hinaus nicht nur sehr viel schonender, sondern auch komfortabler und schneller. Eine großzügige Röhrenöffnung mit einem Durchmesser von 78 cm sorgt dafür, dass die Untersuchung auch für besonders ängstliche oder besonders schwere Personen so angenehm wie möglich verläuft. Nach etwa 10 Sekunden ist eine Ganzkörper-bildgebung von Kopf bis Fuß bereits fertig gestellt.

Mit dem Austausch des CT-Systems am Standort Bergstraße beweist die radprax-Gruppe einmal mehr, dass ihr der Strahlenschutz von Patientinnen und Patienten besonders am Herzen liegt. Vor jeder CT-Untersuchung werden Nutzen und Risiko einer Anwendung von Röntgenstrahlung bei Diagnose und Therapie nach den strengsten Auflagen überprüft und nach Alternativen ohne belastende Röntgenstrahlung im Magnetresonanztomographen (MRT) oder Ultraschall gesucht. Das Radiologenteam arbeitet in diesem Zusammenhang eng mit den überweisenden Ärzten zusammen, um ihnen mit Rat und Tat bei der Wahl des richtigen Bildgebungsverfahrens zur Seite zu stehen. Dabei gilt: Je jünger die Patientinnen oder der Patient, desto kritischer sollte die CT eingesetzt werden. Deshalb sorgt radprax dafür, dass bereits bei der Terminvergabe insbesondere bei Jüngeren die Untersuchung empfindlicher Körperbereiche mit der strahlenärmsten Technik erfolgt. Bei der Röntgendiagnostik ist weniger eben einfach mehr.

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