15.11.2011

Aus für das Haus

Seit gestern steht nur noch ein Gerüst dessen, was das ehemals denkmalgeschütze "Schweden"-Haus auf der Briller Straße ausgemacht hat.

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Es hat immer ein bisschen an Pipi Langstrumpf erinnert, das alte rosa-weiß gestrichene Holzhaus an der Briller Straße in Höhe der Kirschbaumstraße. Seit gestern rücken ihm die Bagger zu Leibe und tragen ohne Rücksicht auf erhaltenswerte Baustoffe die alte Villa ab. Nach dem letzten Mieter, der kroatischen Gemeinde Wuppertal, stand das Haus viele Jahre leer. Nachdem sich wohl schon Obdachlose für das Haus interessiert haben, baute man Holzplatten vor Türen und Fenster. „Das arme Haus“, mag sich so mancher gedacht haben, doch mit einem Abriss hat wohl niemand gerechnet. Eine bergische Villa in exponierter Lage sollte eigentlich einen Käufer finden, doch das Erzbistum hatte wohl anderes geplant und dann vergessen was genau.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Besitzer,  das Erzbistum Köln, den Abriss geplant haben muss. Im Winter standen die oberen Fenster selbst bei niedrigsten Temperaturen, Eis und Schnee auf. Da platzt schon mal das eine oder andere Rohr, Feuchtigkeit und Schwamm kann sich bilden und das Haus zu einer Ruine verkommen lassen. Wenn man dem Haus dann noch den Denkmalschutz aberkennt, reißt sich einfach leichter weg, was lästig ist.

Wieder ein Haus weniger, welches Wuppertals Stadtbild so außergewöhnlich macht. Bleibt zu hoffen, dass den Entscheidungsträgern nicht einfällt, hier ein Parkhaus für das Sankt Anna Gymnasium zu bauen…

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