12.09.2011

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Unternehmerkongress – Zukunft Deutschland aus drei Perspektiven

Am 9. September fand der 9. Bergische Unternehmerkongress der Wirtschaftsjunioren statt. Drei prominente Referenten referierten vor 300 Gästen. Aktualisierter Beitrag mit Bilderstrecke

Das Thema des diesjährigen Kongresses in der repräsentativen Glashalle der Stadtsparkasse Wuppertal lautete „2011 – Zukunft Deutschland“. Die drei Referenten Pater Dr. Anselm Grün, OSB (Cellerar der Abtei Münsterschwarzach), Klaus Peter Schöppner (TNS Emnid) und Prof. Dr. Hans-Werner Sinn (ifo Institut für Wirtschaftsforschung) beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Pater Dr. Anselm Grün stellte in seinem Vortrag „Werte machen das Leben wertvoll“ die vier Grundwerte der griechischen Philosophie und die drei christlichen Werte dar. Er übertrug sie in den Kontext der heutigen Zeit und machte sie mit Beispielen verständlich. „Unternehmen, die langfristig Werte verfolgen, sind erfolgreicher“, erklärte Anselm Grün.

Pater Dr. Anselm GrünPater Dr. Anselm Grün

Klaus Peter Schöppner stellte unter dem Thema „Gute Wirtschaft“ die aktuelle Stimmung der Deutschen dar. Neben einem erheblichen Imageverlust der sozialen Marktwirtschaft sei eine hohe Verständnislosigkeit gegenüber Unternehmertum und Politik festzustellen. „Es gibt keinen Anker für die Bevölkerung, der Sicherheit bietet“, so Schöppner. Er schloss seinen Vortrag mit der Aussage „Das Volk versteht das meiste falsch, aber es fühlt das meiste richtig“. Insofern sei der Aufbau von Vertrauen sehr wichtig.

Emnid-Chef Klaus Peter SchöppnerEmnid-Chef Klaus Peter Schöppner

Als dritter Referent konfrontierte Prof. Dr. Hans-Werner Sinn die Teilnehmer mit einer Argumentationskette zur derzeitigen Klimapolitik der Bundesrepublik Deutschland. Diese sei wirkungslos, es sei „alles für die Katz“, kritisierte Sinn. Unter dem Titel „Das grüne Paradoxon – Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik“ machte er deutlich, dass die von der Politik proklamierten Maßnahmen sogar eher erhebliche Nebenwirkungen haben, wie beispielsweise die Kopplung der Lebensmittel-Preise an den Öl-Preis und die Beschleunigung des Klimawandels. Mit acht Thesen attestierte er der Politik daher ein erhebliches Fehlverhalten, wie etwa „Beim Atomausstieg ist Deutschland Geisterfahrer. Kein anderes Land macht mit“. Einzig wirkungsvoller Lösungsweg für die Klimapolitik sei nach Auffassung von Sinn ein weltweiter Emissionshandel.

Hans-Werner SinnProf. Hans-Werner Sinn

Die Kongressleiter André Müller und Philip Schmersal zeigten sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Die erneut rege Teilnahme am mittlerweile 9. Bergischen Unternehmerkongress zeige, wie aktiv sich der
Mittelstand – als die tragende Säule der bergischen Wirtschaft – den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen stelle und sich auch mit alternativen Meinungen befasse.

Philip Schmersal und André Müller


Impressionen vom 9. Bergischen Unternehmerkongress:








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Quelle: Wirtschaftsjunioren Wuppertal

Fotos: André Müller und Philip Schmersal: Georg Sander, Hans Werner Sinn: Jan Roeder, Krailling (Lizenz: CC BY-SA 3.0), Anselm Grün: SirLuetzow (Lizenz: Public Domain), Klaus Peter Schöppner: TNS Emnid.

Fotos Unternehmerkongress 2011: Mona Nielen / njuuz

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