12.08.2011

CDU-Fraktion besucht JVA Ronsdorf

Große Nachfrage beim zweiten Sommertermin

Ab dem 15. August wird es ernst. Am kommenden Montag werden die ersten 30 jungen Gefangenen in die JVA Ronsdorf verlegt. Zuvor hatte die CDU-Fraktion noch einmal die Gelegenheit, sich bei einer Führung durch die Anstalt das Gelände anzuschauen und auf den Betten einmal Probe zu sitzen. „Wir haben hier die höchstmöglichen Sicherheitsstandards eingebaut, erläutert Justizvollzugsbeamter Lentes. „Dazu zählen feuerfeste Matratzen, an der Wand verschraubte Bettgestelle, sowie extra massive Kleiderschranktüren, um möglichst wenig Zerstörungs- und Versteckgelegenheiten zu bieten.“

Die JVA Ronsdorf orientiert sich an den Standards des modernen Jugendstrafvollzugs. So können die bis März 2012 auf maximal 510 anwachsenden jungen Gefangenen in der JVA eine Ausbildung abschließen oder ihren Schulabschluss machen. Gleichzeitig hält die Einrichtung eine Vielzahl von Erziehungs- und besonderen Förderungsmöglichkeiten bereit, um die Defizite der Strafgefangenen aufzugreifen.

Daneben bietet die JVA den Jugendlichen auch die Möglichkeit, sich in ihrer Freizeit sinnvoll zu beschäftigen. Zur Verfügung stehen eine Sporthalle, sowie Außensportplätze und Fitnessräume. „Wir haben hier die Fürsorgepflicht für die Jugendlichen“, betont der Justizvollzugsbeamte Falkner. „Ein besonderes Anliegen ist deshalb die sozialen Defizite der Gefangenen aufzugreifen und ihnen in der Einrichtung die Möglichkeit zu geben, sich in Gemeinschaftsleben zu üben“, ergänzt der Vollzugsbeamte Moczauski.

Für die Betreuung der jungen Strafgefangenen sorgen rund 200 Kräfte des Vollzugsdienstes, sowie etwa 50 Mitarbeiter aus dem Verwaltungs- und Sozialbereich, dem Werksdienst sowie Pädagogen und Psychologen.

Die Möglichkeit, noch einmal die noch unter Probebetrieb laufende JVA zu besichtigen, stieß auch bei den Wuppertalerinnen und Wuppertalern auf großes Interesse. So wuchs die Gruppe von zunächst 20 geplanten Besuchern schnell auf die Höchstgrenze von 40 Personen an. „Aufgrund der großen Nachfrage werden wir Ende November/Anfang Dezember vermutlich noch einen weiteren Tag der offenen Tür in etwas kleinerem Rahmen als im Sommer durchführen“, kündigte der Leiter der JVA Ronsdorf, Rupert Koch, an.

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Kommentare

  1. Floptop sagt:

    Wie teuer ist eigentlich der laufende Betrieb?
    Die JVA soll ja ganz modern sein, mit Weiterbildung und
    jeder Insasse verlässt die Anstalt mit Ausbildungsdiplom.
    gute Sache, keine Frage aber eine finanzielle Regelungen zu den Kosten
    der Weiterbildung wäre wichtig. Ein Insasse der nachher verdient und es ‚geschafft
    hat‘ sollte Möglichkeiten finden können der JVA ihre Weiterbildungsausgaben zurückzuzahlen.

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