13.05.2011

Handwerkskammer IHK Konjunkturumfragen

Editorial Bergische Blätter 10.2011

Ein Kommentar von Silke Nasemann

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Derzeit geht es mit der deutschen Wirtschaft steil nach oben. Das sagen nicht nur die Handwerker im Bereich der Bezirksregierung Düsseldorf, sondern das hat nun auch die Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid (IHK) ergeben.
Mit „ausgesprochen gut“ bezeichnet Kammer-Präsident Friedhelm Sträter die Lage im bergischen Städtedreieck. An der Umfrage beteiligt hatten sich gut 350 Unternehmen, die zusammen auf 21.000 Beschäftigte kommen.
Der Geschäftslagenindex – also die Differenz der positiven und negativen Aussagen – stieg von 36 zum Jahresbeginn auf 47. Das sei ein Wert, der in den letzten zehn Jahren gar nicht mehr erreicht wurde, auch nicht im Boomjahr 2008, heißt es bei der IHK.
Dahinter steht, dass nur acht Prozent der antwortenden Unternehmen derzeit über eine schlechte Geschäftslage klagen. 37 Prozent sehen ihre Lage als befriedigend an, 55 Prozent als gut.
Remscheid, von den drei Städten als letzte in die Krise geschlittert, steht derzeit besonders gut da: Dort liegt der Geschäftsklimaindex bei 66, in Wuppertal bei 40 und in Solingen bei 34. Das soll aber nicht heißen, dass Solingen abgeschlagen ist, sondern die Klingenstadt ist nur als erste in die Krise gerutscht und kam als erste der drei Städte auch wieder heraus.
Und im Städtedreieck wurden im letzten Monat auch fast wieder die Umsatzwerte erreicht, die es zuletzt 2008 gegeben hatte. Es sieht also wirklich alles gut aus – zumal auch der Arbeits- und Ausbildungsmarkt vom Aufschwung profitiert. Es gibt wirklich nichts zu kritisieren.
Hoffen wir also, dass der Kabarettist Dieter Nuhr nicht Recht behält, der nun gespannt sei, wie „wir es schaffen, das depressiv umzuinterpretieren“. Gemeint hat er die Rekordzahlen in ganz Deutschland. Mein Tipp: Die guten Zeiten genießen und nicht gleich hinter der nächsten Ecke neue Hiobsbotschaften erwarten.

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