28.04.2011

Agentur für Arbeit Wuppertal Arbeitslosenquote Arbeitsmarkt Beschäftigte Martin Klebe Minijobber

Weniger Menschen im April arbeitslos

• Positiver Trend setzt sich fort • Rund 2.100 Wuppertaler weniger arbeitslos als vor einem Jahr • Arbeitslosenquote sinkt auf 10,9 Prozent • Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt seit langem nennenswert • Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt hoch

„Der milde April beflügelt die Auftragslage in allen Außenberufen und die Konjunktur nimmt weiter Fahrt auf. Zusammen mit der typischen Frühjahrsbelebung sind dadurch in diesem Monat weniger Menschen in Wuppertal arbeitslos gemeldet“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Wuppertal. „Es verlieren wieder weniger Menschen ihre Arbeit und mehr sind in Wuppertal sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Da ich derzeit keine konjunkturellen Risiken sehe, gehe ich davon aus, dass sich diese gute Entwicklung auch im Mai weiter fortsetzt“, erläutert Martin Klebe seine Erwartungen für die zukünftige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote in Wuppertal sank von 11,1 Prozent im März auf aktuell 10,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosigkeit im April 12,1 Prozent.

 Weniger Arbeitslose

Aktuell sind in Wuppertal 19.242 Männer und Frauen ohne Job, 260 weniger als im März und 2.082 weniger als im letzten Jahr.

„Hinter dieser Zahl der arbeitslosen Menschen an einem Stichtag verbergen sich in jedem Monat große Bewegungen, die sich in dieser Bestandszahl so gar nicht widerspiegeln“, erklärt Martin Klebe. „Doch die Zu- und Abgänge zeigen, dass sich im April insgesamt fast 7.000 Menschen entweder neu arbeitslos meldeten oder Ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten.“

Zugänge an Arbeitslosen

Im April meldeten sich insgesamt 3.335 Personen in Wuppertal neu oder erneut arbeitslos, das waren rund 630 weniger als im vergangenen Jahr. Nachdem sie ihre Arbeit verloren hatten, meldeten sich rund 60 Personen weniger neu arbeitslos als im April 2010.

Abgänge an Arbeitslosen

In diesem Monat konnten 3.608 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das waren etwa 470 weniger als vor einem Jahr. Eine neue Arbeit fanden im April insgesamt 1.287 Wuppertaler und somit rund 190 weniger als vor einem Jahr.

Nachfrage nach Arbeitskräften

Der Bedarf an Arbeitskräften bleibt hoch. Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wuppertal wurden in diesem Monat insgesamt 731 neue Stellen von Arbeitgebern aus Wuppertal gemeldet. Das waren 26 mehr als im März und auch 66 mehr als im letzten Jahr.

In Wuppertal werden derzeit insbesondere Arbeitskräfte in folgenden Berufsgruppen gesucht: Kraftfahrzeugführer, Gärtner, Restaurantfachleute, Elektroinstallateure, Dachdecker, Bürofachkräfte, Altenpfleger, Werkzeugmacher, Köche und Maler und Lackierer.

Arbeitgeber, die Mitarbeiter suchen, können sich an den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wuppertal wenden, Servicenummer 01801 66 44 66 (Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min.)

Mehr Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt

Die neue Beschäftigtenstatistik zum Stichtag 30.09.2010 ist gerade erschienen. Danach arbeiteten in Wuppertaler Unternehmen 113.030 Menschen sozialversicherungspflichtig und damit 1.736 mehr als ein Jahr zuvor.

„Mit dieser Entwicklung konnte Wuppertal nach etlichen Jahren endlich wieder einen nennenswerten Zuwachs verzeichnen, auch wenn das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht wurde“, freut sich Martin Klebe.

Von den 113.030 Beschäftigten waren 4.078 Männer und Frauen (3,6 Prozent aller Beschäftigten) bei Zeitarbeitsunternehmen in Lohn und Brot. Vor einem Jahr im September zählte die Zeitarbeitsbranche noch 2.346 und vor zwei Jahren 3.735 Beschäftigte.

„Die Zeitarbeitsbranche hat die Krise überwunden und die Zahl der Beschäftigten von vor der Krise überschritten. Damit arbeiten etwa vier von 100 Menschen in Wuppertal bei einer Zeitarbeitsfirma.“, erklärt Martin Klebe.

Mehr Minijobber

Die Zahl der Minijobber ist im September 2010 im Vergleich zum letzten Jahr insgesamt leicht gestiegen. Hier sind aber die ausschließlich geringfügig Beschäftigten von den Menschen zu unterscheiden, die neben einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit einen Nebenjob ausüben:

  • Insgesamt 22.379 Männer und Frauen arbeiteten als ausschließlich geringfügig Beschäftigte bei Unternehmen in Wuppertal, das waren 229 weniger als vor einem Jahr.
  • Dagegen ist die Zahl der Personen, die neben ihrer Arbeit einen Nebenjob ausüben, gestiegen. Am 30.09.2010 nutzen 10.700 Menschen diese Gelegenheit zum Hinzuverdienst und damit 377 mehr als vor einem Jahr.

Den statistischen Arbeitsmarktreport finden Sie unter http://www.arbeitsagentur.de/Dienststellen/RD-NRW/Wuppertal/AA/Zahlen-Daten-Fakten/PDF/Arbeitsmarktreport-04-2011.pdf.

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Kommentare

  1. Brückenparker sagt:

    Es wäre interessant in dem Zusammenhang zeitgleich die sich verändernden HARTZ IV _ Zahlen zu sehen. Liefern Sie die noch nach?

    1. Claudia John sagt:

      Bei den oben aufgeführten Zahlen handelt es sich um alle Arbeitslose, die in Wuppertal von der Agentur für Arbeit Wuppertal oder dem Jobcenter Wuppertal betreut werden, die Hartz IV-Zahlen sind also darin enthalten.

      Wenn Sie ausschließlich die Entwicklung im Hartz IV betrachten möchten, finden Sie diese im statistischen Arbeitsmarktreport (siehe Link oben im Text). Die Zahlen für den Rechtskreis SGB II (Hartz IV) in der Stadt Wuppertal finden Sie auf Seite 17 des Reports.

      Bei evtl. Fragen helfe ich gerne.

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