26.11.2010

Ausstellung in der Galerie Epikur Wuppertal

Reales: Andrea Lehnert, Jürgen Schmiedekampf, Mathias Weis

Eröffnung 03. Dezember 2010, 19.30 Uhr

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Die Ölgemälde von Andrea Lehnert zeigen in unterschiedlichen Formaten Landschaftliches, Interieurs oder Porträts. Eine Besonderheit der Bilder ist, dass der Vordergrund nicht dominanter ist als der Hintergrund. Ein harmonischer Farbrhythmus schließt dabei die Details zusammen. Tiefe entsteht durch das Licht: Durchscheinende Farben suggerieren luftige Weite, dunkle Flächen führen in die Tiefe, hell beleuchtetes tritt hervor. Aneinander gesetzte Farbflächen und ineinander fließendes Kolorit zeugen von dem künstlerischen Prozess der Formwerdung und dem schmalen Grad zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Diese Bilder leben vom Zusammenspiel von Figur und abstraktem Raum, von Körperlichkeit und Unbestimmtheit, von Licht und Räumlichkeit.
Andrea Lehnert wurde 1974 in Dortmund geboren. Ab 1996 studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Rissa und Prof. Siegfried Anzinger. Im Jahre 2002 erhielt sie das Reisestipendium der Kunstakademie und war Meisterschülerin bei Prof. Anzinger. Andrea Lehnert hat ihre Arbeiten bereits bei einer Reihe von Ausstellungen und Kunstmessen präsentiert.

Die Wirkung, die aus Motiv, Pinselduktus und Farbe in den Bildern von Jürgen Schmiedekampf hervorgeht, berührt den Betrachter unmittelbar. Die Stillleben schwelgen in satten Farben der blühenden Blumen und reifen Früchte, die Landschaften leuchten in Lichtflecken, die Stadtszenen beben im Großstadtflair. Der besondere Umgang mit der Farbe vermag das Momenthafte einer Situation einzufangen. Die riesigen Formate nehmen den Betrachter sofort ein. Tiefe Häuserschluchten und die unendliche Weite des Meeres ziehen ins Bild hinein, die Hektik der Stadt und die ausgelassene Stimmung am Strand kann gewissermaßen erlebt werden. Durch die Ausdruckskraft der Farbe, Lichteffekte und Monumentalität des Motivs lässt Jürgen Schmiedekampf den Betrachter an seinem Erleben teilhaben. Jürgen Schmiedekampf wurde 1951 geboren. Zwischen 1969 und 1975 besuchte er die Hochschule für Gestaltung in Bremen, wo er von 1975 bis 1980 Lehraufträge übernahm. 1977 erhielt er das Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris und 1982 den Förderpreis für Bildende Kunst in Bremen. Kunst von Jürgen Schmiedekampf ist auch in Form von Wandmalereien im öffentlichen Raum zu sehen. Er lebt in Bremen und New York.


Die Bilder von Mathias Weis zeigen alltägliche Ausschnitte des menschlichen Umfeldes und sind dabei unaufdringlich und scheinbar banal. Im Besonderen handelt es sich hierbei um Auszüge aus dem privaten Arbeitsbereich des Künstlers selbst. Der pastose Pinselstrich belebt die Bilder und offenbart die Hand des Künstlers. Im Werk von Mathias Weis schließen sich häufig einzelne Bilder durch ihre Motivik zu Gruppen zusammen; er arbeitet mit Versatzstücken, die in mehreren Bildern immer wieder auftauchen. Dadurch werden die Gegenstände besonders intensiv erforscht. Der Künstler sieht sein Sujet nur fragmentarisch, die Gemälde mit geöffneten Türen gewähren einen weiten Blick in den Bildraum und entwickeln eine starke Tiefenwirkung. Diese Arbeiten vermitteln die Besonderheiten eines Raumes und die Spuren von menschlichem Leben.
Mathias Weis wurde 1955 in Zweibrücken in der Pfalz geboren. Zwischen 1975 und 1981 studierte er Freie Kunst bei Prof. Manfred Bluth an der Gh Kassel. Seit 1996 übernimmt er Lehraufträge an der Pentiment FU Hamburg und der Uni Kassel. Mathias Weis lebt in Kassel.

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