01.10.2010

Kulturbrücke zwischen Wupper und Wolga

Eine Delegation aus der russischen Stadt Engels an der Wolga war zu Besuch in Wuppertal. Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch begrüßte die Vertreter aus Stadtverwaltung, Schulen und der Saratower Technischen Universität an der Bergischen Uni. Gemeinsam diskutierten sie über Möglichkeiten der Hochschulkooperation.

„Ich bin guter Hoffnung, dass unsere Begegnung wegweisend ist für viele weitere gemeinsame deutsch-russische Projekte“, sagte Harald Nowoczin, Vorsitzender des Vereins „Kulturbrücke Wuppertal-Engels“. Der Verein mit dem obersten Ziel der Völkerverständigung wurde im Jahr 2009 durch den Konzertsänger Günter Lesche und den ehemaligen Gymnasiallehrer Harald Nowoczin gegründet und setzt auf die enge kulturelle und wirtschaftliche Kooperation Wuppertals mit der russischen Stadt Engels. „Dabei steht vor allem die Vermittlung von Kontakten und potentiellen Partnern im Fokus. Insbesondere durch Projekte mit Kindern und Jugendlichen sollen die Verbindungen gestärkt und der kulturelle Austausch gefördert werden“, so Lesche.

Die 200.000 Einwohner zählende Stadt Engels hat durch ihren Namen und ihre Vergangenheit als Hauptstadt der Wolgadeutschen Republik gleich mehrfache Verbindungen zu Deutschland. „Viele Einwohner pflegen nach wie vor die deutsche Sprache“, weiß Harald Nowoczin.

Nach zwei Besuchen der Vereinsmitglieder in Engels gab es in der vergangenen Woche nun zum ersten Mal einen Gegenbesuch von einer Schulklasse und sieben russischen Offiziellen, darunter Stadtvertreter, Schulleiter und Hochschulangehörige. Auf dem Programm stand neben dem Besuch der Bergischen Universität Wuppertal, ein Empfang im Rathaus, Besuche bei der Junior Uni, der IHK sowie dem Johannes-Rau Gymnasium und der Gesamtschule Langerfeld. Beiden Seiten liegt viel an der weiteren Zusammenarbeit, allerdings ist der Kontakt über fast 3000 Kilometer hinweg nicht immer leicht. „Am liebsten würden wir die Städte näher zusammenschieben“, scherzte Harald Nowoczin.

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