Mehr Integration wagen

Eine Chance für Wuppertal und eine Aufgabe für das neue regionale Bildungsnetzwerk

Nachdem auf der letzten Sitzung des Schulausschusses alle Fraktionen einstimmig die Empfehlung abgegeben haben, dass das Wuppertaler Schülerparlament (WSP), die Stadtschulelternpflegschaft (SSP) und alle Schulformsprecher als ständige beratende Mitglieder im Lenkungskreis des neugebildeten „regionalen Bildungsnetzwerkes“ mitwirken dürfen, wollen die drei Interessensvertretungen nun das Thema Integration auf die Tagesordnung setzen.

„Mit dem regionalen Bildungsnetzwerk haben wir nun die Möglichkeit, gezielt die Bildungsangebote in Wuppertal miteinander zu verknüpfen und weiterzuentwickeln. Dass Schülerinnen und Schüler, Eltern und auch der Sprecherrat der Wuppertaler Schuldirektoren hierbei aktiv im Lenkungskreis mitwirken dürfen, ist für uns ein immens wichtiger Schritt in Sachen Mitwirkung und Mitbestimmung“, erläutert Martin Brüssow (Finanzreferent des WSP und beratendes Mitglied im Schulausschuss) die Situation.

Das WSP und die SSP richten ihr Augenmerk dabei nun insbesondere auf das Thema Integration. „Es ist höchste Zeit, dass wir in Wuppertal darüber sprechen, wie wir Integrationsangebote transparenter, treffsicherer und wirksamer machen können“, führt Volker Reinhoff (Vater und stellv. Vorsitzender des SSP) an. Das Bildungsnetzwerk biete dabei die einmalige Chance, diese Aufgabe anzugehen. „Die vom Schulausschuss einstimmig empfohlene Beteiligung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Schulformsprechern im Lenkungskreis könnte sich in dieser Debatte direkt auszahlen“, ergänzt Martin Brüssow, denn „der wichtigste Ort, an dem Integration stattfinden kann und muss, sind die Schulen.“

Insbesondere die verschiedensten und zum Teil schulformabhängigen Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern seien wichtiger Bestandteil einer solchen Diskussion.

Mit ihrem Denkanstoß hoffen die Vertretungen der rund 3500 Lehrerinnen und Lehrer, sowie der über 50.000 Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern, die bundespolitische geführte Diskussion nun kommunal dazu nutzen zu können, wirkliche integrationspolitische Erfolge zu erzielen.

„Die wichtigste Grundlage hierfür ist der Dialog, den wir hiermit anregen möchten“, erklärt Volker Reinhoff. „Aus diesem Grunde wünschen wir uns von der städtischen Verwaltung, aber auch den Parteien im Rat der Stadt, dass unsere Anregungen aufgenommen werden. Wir sind an einer intensiven Mitarbeit und Mitwirkung interessiert, aber auch bereit, Mitverantwortung zu übernehmen.“

In den internen Gremien steht das Thema dabei schon längst auf der Tagesordnung. Die SSP bietet so für ihre öffentliche Vollversammlung am Abend des 03.11. in der Grundschule Haselrain einen Vortrag eines Referenten mit anschließender Diskussion an. Auch im WSP wird man sich auf der Bezirksdelegiertenkonferenz, die am 01.10. stattfindet und zu der alle Schülerinnen und Schüler herzlich eingeladen sind, intensiv mit der Thematik auseinandersetzen.

Mit der einzigartigen Bündelung aller vorhandenen Kräfte, bestehend aus Verwaltung, Kommunalpolitik, Schüler-, Eltern- und Schulformvertretungen, wären jedenfalls im Wuppertaler Bildungsnetzwerk die optimalen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integrationspolitik in den Wuppertaler Schulen vorhanden.

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