19.07.2010

Arbeitsgestaltung Ergonomie Sicherheitswissenschaft Sicherheitswissenschaftliches Kolloquium

Hitzefrei am Arbeitsplatz?

Diese Fragestellung taucht fast jedes Jahr beim Auftreten sogenannter „Hundstage“ auf. Was sind eigentlich „gesundheitlich zuträgliche Raumtemperaturen“ am Arbeitsplatz und welche Maßnahmen sind bei erhöhten Raumtemperaturen zu treffen?

Hierzu hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Juni 2010 die neue Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 „Raumtemperatur“ bekannt gegeben, die auch bei Außenlufttemperaturen von über +26°C für Arbeitsräume ein gestuftes Maßnahmenkonzept enthält. Darin werden bei Überschreitung der Lufttemperatur im Arbeitsraum von +26 °C, von +30 °C und von +35 °C technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen benannt.

Zu dieser Thematik stellt ASER-Geschäftsführer Dr.-Ing. Hansjürgen Gebhardt heute, 19. Juli 2010, den internationalen Forschungsstand über klimatische Arbeitsbedingungen bei Büroarbeit in Miami vor. Hinsichtlich der derzeit in Florida und auch in Deutschland herrschenden Wetterlage ein brandheißes Thema.

In einem weiteren Beitrag stellen Dipl.-Ing. Inna Levchuk und Dr.-Ing. André Klußmann ihre Forschungsergebnisse aus dem regionalen Ziel-2-Projekt Design4All vor. Dazu wurde die ergonomische Gestaltung von CNC-Maschinen in verschiedenen Werkstätten in den bergischen Städten Wuppertal, Solingen, Remscheid und Velbert untersucht.

Vom 17. bis 20. Juli wird die Internationale AHFE-Konferenz 2010 Angewandte Arbeitswissenschaft und Ergonomie unter Beteiligung von über 1.000 Wissenschaftlern aus 45 Staaten in Miami durchgeführt. Wuppertal und das bergische Land ist dort durch das Institut ASER e.V. vertreten, welches sich u.a. damit dem Wissenschaftswettbewerb stellt.

Vor dem Start der 3. Internationalen AHFE-Konferenz 2010 unternahm ein Bergisch-Siegener-Forschungsteam eine kurze Exkursion in den tropischen Everglades-Nationalpark, wo es selbst den Alligatoren zu heiß schien.

Gleichwohl wurde auf eine Erkundung im Wasser verzichtet. Die Akklimatisation ist dann doch auf anderem Wege erreicht worden.

Dr.-Ing. Hansjürgen Gebhardt (ASER, Wuppertal), Prof. Dr. Ing. Karsten Kluth (Universität Siegen), Dipl.-Wirt.-Ing. Mario Penzkofer (Universität Siegen), Dipl.-Ing. Inna Levchuk (ASER, Wuppertal) und Expeditionsleiter Dr.-Ing. Andé Klußmann (ASER, Wuppertal) bei der Exkursion im Everglades-Nationalpark (v.l.n.r.).

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