08.07.2010

WSW

75 Jahre Wuppertaler Rundweg – Wandervergnügen an 13 Tagen im Sommer 2010

Seit Jahren erfreuen sich während der Sommerferien die gemeinsamen Wanderungen des Sauerländischen Gebirgsvereins und der Wuppertaler Stadtwerke einer großen Beliebtheit. Bequem fährt man per Bus oder Bahn zum Startpunkt und tritt am Ziel wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Heimweg an.

In diesem Jahr steht etwas Besonderes an: Seit 75 Jahren gibt es den Wuppertaler Rundweg. Auf einer Länge von 103 Kilometern lernen die Teilnehmer diesmal auf 13 Etappen jeweils mittwochs und samstags die Heimat neu kennen. Auf Schusters Rappen durchstreift man Wälder und Wiesen, blickt von den Höhenzügen ins Tal hinab und kann verwunschene Siedlungen wie altbekannte Stadtteile anschauen. Die Wanderführer kennen die Natur und Geschichten drum herum. Alle 13 Touren sind familienfreundlich ausgelegt und finden bei jeder Witterung statt.

Schon vor rund 100 Jahren hatte der Sauerländische Gebirgsverein, kurz SGV genannt, „zur Erschließung der Berge“ ein engmaschiges Netz von Wanderwegen angelegt. Im Jahr 1934 erhielt der damalige Gauwegewart Fritz Arnold (mit Gau ist das Gebiet des Bergischen Landes gemeint) den Auftrag, einen Rundwanderweg um Wuppertal anzulegen. Sicherlich gab es verschiedene gute Gründe dafür. Hauptwunsch dürfte die Vorstellung gewesen sein, die erst 1929 aus fünf bis dahin selbständigen Stadtgemeinden entstandene Großstadt mit einem „einigenden Band“ zusammen zu fügen. Der Wuppertaler Rundweg entstand so 1935 und hat im Lauf der Jahrzehnte nur geringe Veränderungen wie durch die kommunale Neugliederung 1975 und dem damit verbundenen Gebietszuwachs von Schöller, Hahnenfurth, Dornap und Dönberg erfahren. Als Zeichen dient das W im Kreis, das an Bäumen und Zäunen sowie Tafeln angebracht, die Orientierung erleichtert.

Zu den Sehenswürdigkeiten auf dem Rundwanderweg gehören der historische Ortskern Beyenburgs mit der Klosterkirche, die Ronsdorfer Talsperre, Zeugen der Industriegeschichte wie der Steffenshammer, die Museumsbahnstrecke in der Kohlfurth, das Arboretum Burgholz sowie das Rittergut und die Pfarrkirche zu Schöller.

Alle Wandertermine mit genauen Angaben sowie eine komplette Übersicht der Sehenswürdigkeiten enthält ein Flyer, der in den WSW-MobiCentern erhältlich ist. Informationen über das Programm gibt es auch telefonisch bei den WSW unter 569-5200 und beim Sauerländischen Gebirgsverein unter 81305 sowie im Internet auf www.wsw-online.de/mobilitaet.

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Quelle: WSW
Foto: Kafziel

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Kommentare

  1. Frank sagt:

    Ich empfehle noch die Seite http://www.wandern-in-wuppertal.de/

    Neben einer Auflistung der Zugangswege (W ohne Kreis), gibt es dort Höhenprofile und den Streckenverlauf für Google Earth.

  2. wupperbild sagt:

    Dann hoffe ich mal, dass der Weg auch wieder durchgehend in einen ordentlichen Zustand gebracht wird. Erst in dieser Woche bin ich den Abschnitt von der Olper Höhe nach Beyenburg gegangen.
    Entsetzt musste ich feststellen, dass der Wanderweg in Teilen zu einem sehr schmalen Trampelpfad zwischen meterhohen Gräsern und Brennesseln zusammengeschrumpft ist. Auch die Wegemarkierung ist leider nicht vollständig.

    1. Jörg Mortsiefer sagt:

      Was erwarten Sie? Eine Waldautobahn? Das die Natur ihr Wachstum einstellt? Genießen Sie doch einfach das Erlebnis auf naturnahen Wegen.

      Bei Lücken in der Wegemarkierungen wenden Sie sich doch bitte mit Angabe des Ortes an den SGV Wuppertal, dessen Wegezeichner jedes Jahr unzählige Stunden Ihrer Zeit opfern um 630 Kilometer an Wanderwegen für Sie zu markieren.

      1. Frank sagt:

        Gerade die Trampelpfade haben mich immer gereizt, egal ob zu Fuß oder mit dem Mountainbike. Diese kleinen Pfade werden leider immer weniger, außerdem wurde mittlerweile so einiges Asphaltiert.

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