Kultur am Samstag im Naturfreundehaus Ronsdorf: Geschichte für übermorgen

Am 14.01.2023 spricht ab 15:00 Uhr der Autor mehrerer Biografien, , Max Christian Graeff über Sinn und Formen von Archiven, Biografien und Sammlungen in unserer Zeit.

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Worum es in dem Vortrag von Max Christian Graeff (laut eigener Aussage auch privater Quartiersarchivar und nebenbei „Buchbestatter“) gehen soll, umreißt das Programm der Naturfreunde Wuppertal für die Monate Januar bis April 2023:
„Das, was Geschichte wurde, weil es vorbei ist und doch bleibt und wirkt, wird nicht nur von professioneller Hand gesammelt und organisiert, sondern auch im privaten Leben. Macht das in der neuen Medienwelt noch Sinn? Was hat staubiges Archivieren mit Hoffnung und Entwicklung zu tun und wie können auch Künstler*innen Geschichte schreiben?“
Die hier aufgeworfenen Fragen versprechen einen Rundblick auf viele Themen, und aus dem Publikum werden wohl noch weitere Fragen kommen, etwa darüber, was ein Autor von Biografien, privater Quartiersarchivar und „Buchbestatter“ konkret tut. Einen Einblick in seine Tätigkeiten hat Graeff schon in der Kolumne “Sammeln fürs Regal oder für den Augenblick?“ gegeben. Dazu gehörten vor Corona:
„… die Katalogisierung der Tonbänder im Paul-Pörtner-Nachlass in der Stadtbibliothek., die Recherche für zu schreibende Biografien und Sachbücher …, das Weiterleiten gefundener Konvolute an die möglichst richtige öffentliche Sammlung, ein Künstler-Werkverzeichnis mit Hunderten zu fotografierenden und zu beschreibenden …Bildern.“
Während der Corona-Zeit kam dazu insbesondere das Sammeln, Speichern und Verlagern von Informationen „über das historische Wuppertaler Unternehmen Dr. Tigges Fahrten“, das „die gesamte Tourismus-Branche verändert hat.“ Und auf die Frage. „Wozu das alles?“ gibt er die Antwort:
„Archive sind die Grundlage des Forschens und des öffentlichen und demokratischen Wissens, des Bewusstseins der Wandlungsfähigkeit und der Kultur einer Gesellschaft und einer Stadt.“
Entsprechendes gilt wohl auch für ein Quartier. Und die „Bestattung“ eines Buchs wird wohl erst erfolgen, nachdem sein auf Papier festgehaltener Inhalt in ein anderes Medium übertragen wurde. Früher war das Mikroverfilmung, jetzt ist das Digitalisierung. Deren Vorteile weiß auch Graeff zu schätzen. Zur Online-Enzyklopädie Wikipedia schreibt er, dass es ihm „im Falle gut gepflegter Einträge auch Links zu Archiven verrät, die [er] sonst niemals gefunden hätte.“

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