Erster Kleidertausch und eine halbe Tonne Zitrusfrüchte für einen guten Zweck

Neuerungen mit der Aussicht auf Verstetigung: Nachhaltigkeitsaktionen sind im Programm der Naturfreunde Wuppertal etwas Neues, das vom Team Kultur eingebracht wurde. Auch für das kommende Jahr sind solche Aktivitäten vorgesehen.


Die Ausgabe der Früchte aus Rosarno (Kalabrien) am 03. und 06.12.2022 im Café des Unverpacktladens „Ohne Wenn und Aber“ . war der bisherige Höhepunkt der Entwicklung der NaturFreunde Wuppertal in Richtung Nachhaltigkeit. Der weit überwiegende Teil dieser Früchte waren Orangen „ohne Gift und Sklaverei“. Sie waren zwar nicht alle als „Bio“ und „fair“ zertifiziert, wurden aber von einem in dieser Hinsicht vertrauenswürdigen Erzeuger bezogen: dem SOS Rosarno, der von der Hilfsorganisation Mediterranean Hope unterstützt wird. In dem Preis von 33,00 € pro 10 kg-Kiste war eine Spende für diese Organisation enthalten. Das war eine runde Sache, denn hier ging es um alle drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales.
Am Anfang stand ein Workshop des Vorstands mit den Stärkenberaterinnen des Landesverbands im Juni 2021, aus dem sich als einer der Themenschwerpunkte „Nachhaltigkeit“ ergab. Aus der Befragung der Teilnehmer*innen an der Jahreshauptversammlung im September 2021 ergab sich, dass dieses Thema vor allem in den Matineen behandelt werden sollte, Veranstaltungen, die sonntags um 11:00 Uhr beginnen und deren Schwerpunkt bis dahin „Kulturelles“ gewesen war.
Marlene Blaschke, der Teamsprecherin Kultur, gelang es, auch auf diesem weitgehend neuen Gebiet geeignete Referenten für Nachhaltigkeitsthemen zu finden. In einer der Matineen sprach eine Referentin von Greenpeace Wuppertal unter dem Titel „Schmutzige Wäsche“ über die globale Textilproduktion. In der Diskussion darüber kam auch die Frage auf, was man tun müsste, um selbst einen Kleidertausch zu organisieren. Und im Zusammenhang mit einer Bestandsaufnahme im Mai 2022 ging es auch darum, dass Veranstaltungen, in denen die Teilnehmer selbst etwas tun können, vermutlich attraktiver seien als der reine Konsum von Dargebotenem.
Für das letzte Drittel 2022 wurden dann vier verschiedene Nachhaltigkeitsaktivitäten zum Mitmachen angeboten. Der Spaßfaktor war am größten beim Kleidertausch in der Fairen Woche, und die Außenwirkung war am größten bei der Orangenaktion. Zu Werbezwecken gab es drei öffentliche Info-Veranstaltungen über diese Aktion , zum Teil unterstützt von den regionalen Koordinator*innen der Kampagne, und darüber hinaus einige Presseveröffentlichungen. Für die Allgemeinheit am wichtigsten ist allerdings der gesellschaftlich Nutzen, der durch diese Aktion gestiftet wurde: Der Direktbezug von solidarisch erzeugten Orangen aus Südeuropa ist in Wuppertal ein Thema geworden. Die FEPA. Die sich lange bedeckt gehalten hatte, hat kurz vor Weihnachten mit einer konkurrierenden Orangenaktion beworben: aus einer Kooperation mit der Nichtregierungsorganisation Oxfam Orangen aus Spanien.
Diese Aktionen der Naturfreunde Wuppertal werden wohl nicht als Eintagsfliegen enden, denn in dem Programm der Naturfreunde Wuppertal steht unter dem 01.04.2023: Kleidertausch – auf vielfachen Wunsch nochmal. Und die Orangenaktion geht wegen der schnellen Entwicklung der Dinge schon jetzt weiter: Eine interne Bestellaktion bis zum 09.01.2023 ist angelaufen. Die Orangen werden dieses Mal vom Weltladen Schwelm bezogen, und im NaturFreundehauses Ronsdorf soll Anfang Februar die kiloweise Ausgabe erfolgen.

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