Orangen ohne Gift und Sklaverei für den Wuppertaler Osten

Es gibt wieder Orange „süß statt bitter“ von SOS Rosarno. Die Bestellung ist beim Weltladen Schwelm bis 10.01.2023 möglich.


Die erste Orangenaktion „süß statt bitter“ in Wuppertal ist fast vollständig abgeschlossen. Die Abholstelle lag in Wuppertal ziemlich zentral. In der Nähe der Junior Uni. Für Wuppertaler am westlichen oder östlichen Rand Wuppertals ist das etwas ungünstig. Da fügt es sich für den Osten Wuppertals gut, dass es jetzt bald ein Angebot des Weltladens Schwelm gibt: 10 kg Orangen „ohne Gift und Sklaverei“ für 30,00 €. Abholung im Weltladen. Bestellung auf Vorkasse bis zum 10.01.2023 per Email bei info@ateliersieben.ruhr. Die Abholung ist nach den bisherigen Erfahrungen zwei bis drei Wochen später möglich.
Für Verzögerungen gegenüber dem frühestmöglichen Termin gibt es zahlreiche mögliche Gründe, die auch zusammentreffen können. Das beginnt mit mehrtägigem Starkregen in Rosarno, wie es ihn vor der letzten Lieferung gab, und geht bis zu Paletten, die nicht mehr mitgenommen werden können, weil der Nahverkehrs-LKW voll beladen ist (was die Lieferung an Remscheid verzögerte) und darüber hinaus (wie etwa bei der bisherigen Wuppertaler Abholstelle) bis zu Werktagen, an denen die Abholstelle geschlossen ist.
Atelier sieben ist der Name des Trägervereins des Weltladens. Seine Selbstdarstellung unter dem
Link https://www.ateliersieben.ruhr/
beginnt mit
„Initiative für nachhaltige und kreative Projekte
Wir sind kreative Menschen aus verschiedenen Nationen und Kulturen, die traditionelles Handwerk neu entdecken und wiederbeleben. Unser Verein verfolgt gemeinnützige Zwecke, diese sind: Förderung von Bildung nachhaltiger Entwicklung BNE. Förderung des Naturschutzes, der ökologischen Stadtentwicklung sowie die Förderung von Kunst und Kultur. Toleranz und interkulturelle Gesinnung und Völkerverständigung sind uns genauso wichtig wie Menschenrechte, Gleichstellung der Geschlechter und eine inklusive Zusammenarbeit.“
Das zeugt von einem umfassenden Verständnis der Nachhaltigkeit. Der Trägerverein ist also breit aufgestellt und keine Ein-Sparten-Organisation wie ein Unverpacktladen.
Vom westlichen Rand Oberbarmens und Heckinghausens aus ist das Abholen schon etwas unbequem, aber durch die Bildung kleiner Abholgemeinschaften lässt sich dieses Problem abmildern. So etwas hat es auch schon bei der ersten Aktion gegeben: ein Ronsdorfer hat die Kisten für drei Besteller*inner abgeholt. Und die Menge von 10 kg ist auch kein unüberwindbare Problem: Wenn sich zwei bis vier Parteien zusammentun und gemeinsam eine Kiste bestellen, ist das Problem gelöst. Auch solche Gemeinschaften hat es bei der ersten Aktion gegeben.
Warum „Orangen ohne Gift und Sklaverei“ und nicht „faire Bio-Orangen? Dazu schrieb die Inhaberin des Duisburger Weltladens in einer Mail vom 08.12.2022:
„Die Orangen-Aktion ist keine Aktion der Weltläden.
Wir bewerben sie ja weder mit bio noch fair. Bio geht aus EU-rechtlichen Gründen nicht, da nicht gesiegelt.
Fair auch nicht, da die Lieferanten für Weltläden nach Weltladen-Kriterien geprüft sein müssen.
Der Einkauf bei SOS Rosarno läuft auf Vertrauensbasis ab, weil zwar ungelabelt aber nach den Weltladen-Kriterien produziert und gehandelt.“
Jeder Kaufmann tut also gut dran, bei der Anpreisung dieser Orangen nicht zu vollmundig zu sein, da ihm sonst eine Abmahnung oder vielleicht sogar Schlimmeres drohen könnte. Und wenn unter „süß statt bitter“ unterschiedlich bezeichnete Orangen verkauft werden, ist wohl eher zu vermuten, dass dem Unterschieden in der Weitherzigkeit der Anbietern zugrunde liegen.

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