Höhere Löhne für besseren ÖPNV

Seit Beginn dieser Woche sind die angekündigten Einschränkungen im ÖPNV in Kraft. Es fehlt Fahrpersonal.

Gerd-Peter Zielezinski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE: „Dies führt bei den Kund*innen der WSW verständlicher Weise zu Frustration, denn sie sind im Alltag auf den ÖPNV mit komfortabler Taktung angewiesen. Und es bleibt zu hoffen, dass im neuen Jahr die Kürzungen wieder zurückgenommen werden.“

Den WSW fehlen nicht nur krankheitsbedingt Fahrerinnen und Fahrer. Sie fehlen überhaupt. Dies ist nicht allein ein Wuppertaler Problem. Aber es zeigt auf, dass nicht nur für die Kund*innen, sondern auch für das Fahrpersonal der ÖPNV attraktiver werden muss.

„Es braucht mehr Ausbildung und eine auskömmliche Bezahlung, es muss mehr Geld ins System, damit auch in diesem Bereich die konsequente Verkehrswende gelingen kann. Ein reduzierter ÖPNV ist für die Mobilitätswende hingegen kontraproduktiv. Es braucht mehr als den Erhalt der jetzigen Struktur. Es braucht eine Verbesserung, damit auch Autofahrer*innen zum notwendigen Umstieg auf Bus und Bahn bewegt werden“, erklärt Zielezinski.

Logo DIE LINKE im Rat der Stadt Wuppertal

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Kommentare

  1. Norbert Beutel sagt:

    Wenn die Linke höhere Löhne (von was?) fordert, dann möge sie doch auch bitte sagen, wie hoch die aktuellen Lohne sind, die angehoben werden sollen.
    Deshalb hier der fehlende Blick in den Tarifvertrag:
    Ein Busfahrer bei den Stadtwerken wird nach Tarifvertrag (TV-N-NRW) in der Gruppe 5 eingestuft und hat demzufolge (ohne weitere Zuschläge / Kindergeld und sonst. Leistungen) ein Grundgehalt (gestuft nach Dienstalter) von 2.646 bis 3.324 Euro.
    Ob das nun zu wenig oder angemessen ist, mag jeder selbst beurteilen.
    In diesem Zusammenhang sollte zur Deckung des Personalbedarf auch mal festgestellt werden, wie viele Personen für diese Arbeit fähig wären oder alternativ dafür ausgebildet werden können, die derzeit vom Arbeitsamt / Job-Center alimentiert werden.

  2. Susanne Zweig sagt:

    Seit sehr vielen Jahren wird das Linienangebot gekürzt, während die Fahrpreise erheblich steiler ansteigen als sich mit Dieselpreisen oder Inflation begründen lässt.

    Wer ein Auto hat und damit Anschaffung, Versicherung, Wartung und Steuern bereits bezahlt hat, vergleicht die Fahrpreise nur mit den Sprit- und ggf. Park-Kosten: Bei einem 7,5-Liter-Auto und 2,00 € / Liter kostet der Auto-Kilometer 15 Cent.

    Eine 5 km lange Fahrt innerhalb der Stadt und zurück kostet ohne Parkgebühren also 1,50 €. Mit 4er-Ticket der Preisstufe A3 kosten Hin- und Rückfahrt im ÖPNV 5,50 €. Beim Zeitaufwand zieht der ÖPNV erst recht den Kürzeren. Sollte „das System“ wegen höherer Gehälter noch teurer werden, verschärft sich dieses Missverhältnis nur.

    Bei aktueller Entwicklung liegt das Ziel, Autobesitzer mehrheitlich von der Nutzung des ÖPNV zu überzeugen, in einem Paralleluniversum.

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