Erhöhung des Mindestlohns ist eine Frage des Respekts

Der Mindestlohn steigt zum 01. Oktober auf 12 Euro.

© Michael Tobias

 

Der Mindestlohn steigt zum 01. Oktober auf 12 Euro. Damit setzt die SPD ein zentrales Versprechen um. Durch die Erhöhung erhalten über 6 Millionen Menschen in Deutschland, spürbar mehr Geld, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Allein in Nordrhein-Westfalen 1,3 Millionen. Auch viele Menschen in Wuppertal werden das deutliche Plus auf ihrem Gehaltskonto spüren.

 

„Gerade in Zeiten von hoher Inflation und galoppierenden Energiepreisen ist das ein wichtiger Schritt, um unser Land in der Krise zusammenzuhalten. Wer bisher bei einer mit Mindestlohn vergüteten Vollzeitstelle etwa 1.700 Euro verdient, bekommt ab Oktober 2.100 Euro. Das ist für viele Menschen ein wichtiger Beitrag, um sie vor den steigenden Kosten in allen Lebensbereichen zu entlasten. Übrigens gehen niedrige Löhne und spätere Altersarmut Hand in Hand. Deshalb muss Arbeit so bezahlt werden, dass jeder von seinem Lohn leben und auch Altersvorsorge betreiben kann, sowie die Möglichkeit hat, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben,“ so die Wuppertaler SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Bialas, Dilek Engin und Josef Neumann.

 

Von der Erhöhung des Mindestlohns profitieren insbesondere Beschäftigte im Bereich der Gastronomie, der Reinigung und des Einzelhandels. Friseure und Floristinnen, Kellner und Köchinnen, Verkäuferinnen und Putzkräfte. Kurzum: Die Leute, die unser Zusammenleben am Laufen halten, aber deren Arbeitgeber auch auf Grund geringer Tarifbindung wenig bezahlen. Vom Mindestlohn profitieren überdurchschnittlich Frauen und Beschäftigte in strukturschwachen Regionen.

 

„Die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro ist eine Frage des Respekts, der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit. Denn wer hart arbeitet, soll auch davon leben können. Klar ist: Der Mindestlohn ist eine untere Haltelinie, darunter darf es nicht gehen. Gute Löhne gibt es vor allem dann, wenn Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände miteinander Tarifverträge abschließen. Deshalb wollen wir in Wuppertal zum Beispiel bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen die Tariftreue stärken“, so die Abgeordneten abschließend.

 

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