Fragen und Antworten zur Gasmangellage

Russland hat seine Gaslieferungen nach Deutschland deutlich gedrosselt. So fließt seit gut einer Woche durch die Pipeline Nord Stream 1 nur noch 40 Prozent der regulären Menge. Damit hat sich die Lage auf dem Energiemarkt verschärft und kann als sehr angespannt bezeichnet werden.

Thorben Wengert / pixelio.de

Es besteht die Gefahr, dass das Ziel, die Gasspeicher für den Winter ausreichend zu füllen, nicht erreicht werden kann. Das Bundeswirtschaftsministerium hat deshalb am 23.06.2022 die so genannte Alarmstufe gemäß Notfallplan Gas ausgerufen. Aktuell können die ausfallenden Mengen noch am Markt beschafft werden, wenn auch zu hohen Preisen.

Die Aktivierung der zweiten Stufe des Notfallplans Gas durch das Bundeswirtschaftsministerium hat noch keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Versorgungslage in Wuppertal: Die Gasversorgung in Wuppertal ist aktuell nicht gefährdet. Die Alarmstufe sendet aber das klare Signal an alle Gasverbraucherinnen und Gasverbraucher, dass Gas eingespart werden muss. Um sicher durch Herbst und Winter zu kommen, muss der Verbrauch runtergehen.

Darüber hinaus will das Bundeswirtschaftsministerium Anreize für Unternehmen schaffen, Gas einzusparen. Sollte es zu einer deutlichen Verknappung der Gasmenge kommen, bietet das Energiesicherungsgesetz die Möglichkeit für Versorger, Preissteigerungen kurzfristig an die Kunden weiterzugeben. Ob die Voraussetzungen dafür vorliegen, entscheidet die Bundesnetzagentur (BNetzA).

Quelle: www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/06/20220623-bundesministerium-ruft-alarmstufe-des-notfallplans-gas-aus.html


Was ist der „Notfallplan Gas“?

Im Notfallplan Gas sind Maßnahmen zur Gewährleistung einer sicheren Gasversorgung in einer Krisensituation festgelegt. Der Plan basiert auf der europäischen Erdgas-Versorgungs-sicherheits-Verordnung. Der Notfallplan kennt drei Stufen, abhängig davon, wie deutlich der Eingriff des Staates ist.


Was bedeuten die einzelnen Warnstufen?

Frühwarnstufe Gas

In der ersten Stufe tritt ein Krisenteam beim Wirtschaftsministerium zusammen. Das Krisenteam besteht aus Vertretern von Behörden und Energieversorgern. Die Gasversorger und die Netzbetreiber werden verpflichtet, regelmäßig über die jeweilige Lage zu informieren. Der Staat greift aber noch nicht aktiv ein. Vielmehr ergreifen Gashändler, Netzbetreiber etc. die am Markt üblichen Maßnahmen, wie der Rückgriff auf Gasspeicher, Optimierung von Lastflüssen oder die Anforderung externer Regelenergien.

Alarmstufe Gas

Wenn sich die Versorgung mit Gas deutschlandweit verschlechtert, setzt die Bundesregierung die Alarmstufe in Kraft, wie aktuell geschehen. Mit dem Ausrufen der Stufe wird festgestellt, dass eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vorliegt. In dieser Phase ist der Markt noch in der Lage, diese Störung oder Nachfrage zu bewältigen. Hier greift der Staat also ebenfalls noch nicht ein.

Notfallstufe Gas

Sollten die Maßnahmen der Frühwarn- oder der Alarmstufe nicht ausreichen oder sich die Versorgungssituation dauerhaft verschlechtern, kann die Bundesregierung die Notfallstufe ausrufen. Dann greift der Staat in die Gasverteilung ein. Die Bundesnetzagentur wird zum „Bundeslastverteiler“. In in enger Abstimmung mit den Netzbetreibern ist sie für die Verteilung von Gas verantwortlich.. Dabei sind bestimmte Verbrauchergruppen gesetzlich besonders geschützt, das heißt diese sind möglichst bis zuletzt mit Gas zu versorgen. Zu diesen geschützten Verbrauchern gehören Haushalte, soziale Einrichtungen, wie etwa Krankenhäuser und Gaskraftwerke, die zugleich auch der Wärmeversorgung von Haushalten dienen.

Wie ist die Versorgungslage in Deutschland?

Aktuell ist die Gasversorgung in Deutschland uneingeschränkt gewährleistet. Angesichts der erheblichen Kürzungen der Lieferungen durch Russland fehlen Mengen, die aktuell noch anderweitig beschafft werden können. Die Situation wird auf nationaler und europäischer Ebene weiterhin überwacht.

Wie kann ich Energie sparen?

Wie reagieren die WSW auf die Alarmstufe Gas?

Wie werden sich die Gaspreise entwickeln?

Was passiert, wenn es zu wenig Gas im Winter gibt? Bleibt dann meine Heizung kalt?

Alles wird teurer. Was mache ich, wenn ich meine Gasrechnung am Jahresende nicht bezahlen kann?

Warum ist Gas überhaupt so teuer geworden?

Antworten zur Energieversorgung

In den vergangenen Tagen erreichten uns immer wieder Anrufe und Anfragen zu der Versorgungssicherheit in Wuppertal. Einerseits sind unsere Kunden besorgt, dass nicht genügend Strom oder Gas zur Verfügung steht, andererseits fragen Kunden, ob unser Gas aus Russland stammt. Im Folgenden geben wir gerne Auskunft darüber:

Quelle: WSW

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