Fuss e.V.: Update: „Wuppertalerin geriet in Wülfrath unter LKW, verstorben!“

Veröffentlichung eines Polizeiberichtes "POL-ME: Fußgängerin geriet unter einen 26-Tonner - Wülfrath - 2206142"Die Eine Wuppertalerin wurde von LKW erfasst und verstarb. Mit Kommentar.

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Update:

Die 52-jährige Wuppertalerin ist mittlerweile verstorben.

Ursprungliche Pressemitteilung:

Am frühen Mittwochmorgen des 29.06.2022, gegen 05.10 Uhr, ereignete sich in Wülfrath, an der Dieselstraße im Industrie- und Gewerbegebiet Kocherscheidt ein Verkehrsunfall, bei welcher eine Fußgängerin lebensgefährlich verletzt wurde. Deshalb wurde auch sofort ein Rettungshubschrauber angefordert, welcher zum Einsatzort kam und dort landete, schließlich aber nicht benötigt wurde.

Die morgendliche Unfallstelle auf der Dieselstraße in Wülfrath

Dies war geschehen:

Zur Unfallzeit verließ ein 54-jähriger Kraftfahrer aus Velbert, mit einem weißen LKW DAF XF, ein Speditionsgelände an der Dieselstraße. Obwohl der Berufskraftfahrer seinen 26-Tonner dabei nach eigenen Angaben nur mit Schrittgeschwindigkeit, großer Vorsicht und Umschau vom Betriebsgelände nach rechts in die Dieselstraße lenkte, übersah er dabei aus bisher noch ungeklärter Ursache dennoch eine 52-jährige Fußgängerin aus Wuppertal, welche sich gerade auf dem Weg zu ihrer nahegelegenen Arbeitsstelle im Gewerbegebiet befand. Erst durch einen Ruck im Fahrzeug und einen Schrei der Fußgängerin wurde er auf die Frau aufmerksam.

Die 52-Jährige wurde vom LKW im Fahrbahnbereich frontal erfasst, auf den Boden geworfen und vom LKW wenige Meter mitgeschleift, bevor sie schwerverletzt unter dem notgebremsten LKW, eingeklemmt am linken Vorderreifen, zum Liegen kam.

Der schwere LKW musste von der Feuerwehr angehoben und gesichert werden, damit die Schwerverletzte darunter befreit und geborgen werden konnte

 

Die lebensgefährlich verletzte und nur zeitweise ansprechbare Frau wurde von einem schnell eingetroffenen Notarzt erstversorgt und reanimiert. Die Feuerwehr musste den schweren LKW mit Hebegerät und Keilen im Frontbereich anheben und sichern, damit die Schwerstverletzte geborgen werden konnte. Der Notarzt entschied sich dann gegen einen Hubschraubertransport der 52-Jährigen. Sie wurde stattdessen mit einem Rettungswagen in eine Wuppertaler Klinik gebracht, wo die Patientin zur intensivmedizinischen Behandlung ihrer Verletzungen verblieb. Der 54-jährige LKW-Fahrer erlitt einen Schock, blieb ansonsten aber körperlich unverletzt.

Die Polizei führte umfangreiche Maßnahmen zur Spurensicherung und Unfallaufnahme durch, an denen auch ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahmeteam aus Düsseldorf beteiligt war.


Kommentar:

Wieder ist ein Mensch von einem LKW schwer verletzt worden und gestorben. Wieder befand die Fußgängerin sich vor dem LKW, als dieser losfuhr. Diese Unfälle häufen sich. Ob mit Motorroller, Rad, Rollstuhl oder zu Fuß, aus der hohen Fahrerkabine sind Personen vor dem LKW nicht zu sehen. Wenn die FahrzeugführerInnen nicht gezielt ihren Blick nach oben auf den Spiegel richtet, der den Bereich vor dem LKW zeigt.

Der Fuss e.V fordert schon länger elektronische Sicherheitssysteme, die diesen Bereich überwachen und genau wie Abbiegesysteme, die FahrerInnen warnen und so Unfälle verhindern. Und dies nicht nur in neuen Fahrzeugen, sondern auch als Nachrüstung in ältere LKWs und dies für Vorne und Hinten. In Spiegel und auf Bildschirme muss man aktiv schauen. Warntöne kommen fast immer im Gehirn an.

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