BUGA: GRÜNE wollen eine Garten-Kette und intensive Bürger*innen-Beteiligung

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Wuppertaler Stadtrat wirbt dafür, beim Bürger*innen-Entscheid zur BUGA mit NEIN zu stimmen.

Dazu bringen die GRÜNEN die Idee einer Sonnborner-Garten-Kette in die Diskussion ein und fordern nach der Bewerbung eine intensive Bürger*innen-Beteiligung.

„Die BUGA bringt mehr Grün nach Wuppertal. Dafür muss sie ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig gestaltet werden. Alle Ideen und Studien, die bisher auf den Tisch sind, müssen sich daran messen lassen,“ erklärt Ulrich T. Christenn, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion. „Nur wenn jetzt mit NEIN gestimmt wird, können später die Wuppertaler*innen auch aktiv mitreden und mitgestalten. Als Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN schlagen wir deshalb einen BUGA-Bürger*innen-Rat vor, wie ihn auch die BUGA-Gesellschaft vorsieht. Dieser Bürger*innen-Rat sollte einen Querschnitt der Wuppertaler Bevölkerung abbilden, am besten ausgelost, und mit echten Mitsprache-Kompetenzen ausgestattet sein.“

„Die BUGA ist eine Chance für ganz Wuppertal und nicht nur auf die beiden Kernareale beschränkt. Die vielen Ergänzungsideen der Bürger*innen, die in den letzten Wochen vorgebracht wurden, zeugen davon, dass die BUGA das bürgerschaftliche Engagement weckt. Wir unterstützen solche Ideen, wie das BUGA+ Konzept von Greenpeace und „Miteinander füreinander Heckinghausen“ und wollen auch eigene Ideen in die Diskussion einbringen, zum Beispiel eine Sonnborner-Garten-Kette zwischen den beiden geplanten Kernarealen in Vohwinkel und am Zoo,“ ergänzt Marta Ulusoy, Stadtverordnete für die GRÜNEN aus Sonnborn.

Die Sonnborner-Garten-Kette böte eine Verbindung zwischen dem Gebiet Tesche und der Talstation der Seilbahn und würde drei Friedhofsflächen und eine ehemalige Gärtnerei mit ins BUGA-Geschehen einbinden. Eine Wegeverbindung nördlich der Bahnstrecke ist weitestgehend vorhanden, müsste nur an wenigen Stellen neugebaut werden.

Die Wuppertaler Friedhöfe prägen das Stadtbild und sind sowohl ein Refugium zur Naherholung als auch wichtige Orte für die Natur und Artenvielfalt in unserer Stadt. Eine Sonnborner-Garten-Kette böte die Chance, diese Flächen und Naturräume zu erhalten, auch wenn sich die Friedhofskultur in den nächsten Jahren noch weiter verändern dürfte.

Ein ausgebauter Rad-Fußweg zwischen Tesche und Kirchhofstraße ohne viele Höhenmeter böte während der BUGA eine schnelle Verbindung zwischen den Kernarealen und nach der BUGA gäbe es eine gute Anbindung für Sonnborn an die Nordbahntrasse.

Hintergrund:

Zwischen den beiden Kernarealen Tesche und Zoo befinden sich drei Friedhöfe (zwei noch aktiv, einer schon in der „Entnutzung“) und eine Investoren-Fläche (ehem. Gärtnerrei in Hammerstein).

Eine Wegeverbindung nördlich entlang der Bahnstrecke ist weitestgehend vorhanden. Lediglich ein kurzes Stück von 250 m zwischen Flieth und Rad-Fußweg bei der GESA müsste neu zum Teil über Privatgrund erschlossen werden. Vom Hohmanndamm bis zur Talstation wären es über die Kirchhofstraße ca. 2,3 km, mit einem E-Scooter oder Pedelec in 10 Minuten machbar. Noch kürzer und visionärer wäre ein Weg durch den Alten Ev. Friedhof bis zu einer 18 m hohen Felswand gegenüber der Schwebebahnstation Zoo. An dieser Stelle könnte ein Aufzug entstehen, mit dem die Höhenmeter überwunden werden oder mindestens eine Aussichtsplattform. Von dort gibt es einen fantastischen Blick auf den Zoo und die Seilbahn.

Miteingebunden wären durch diese Garten-Kette auch rund 300 Parkplätze an der Bahnstation Sonnborn und bei der Firma Stocko, die alle am Wochenende (Hauptbesuchszeit der BUGA) weitestgehend ungenutzt sind.

 

 

 

 

Dunkelblau: „pragmatische“ Wegeverbindung

 

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Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    „Ohne viele Höhenmeter“ kommt diese pragmatische Wegeverbindung ganz sicher nicht aus.

    Was halten denn die Kirchengemeinden von der Nutzung ihrer Friedhöfe als dauerhafte Radfahrverbindung zur Nordbahntrasse?

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