Abschied von der Diakonie

Mit einem Gottesdienst wurde Diakoniedirektor Pfarrer Dr. Martin Hamburger in den Ruhestand verabschiedet. Seine Predigt finden Sie hier.

Seit bald 20 Jahren leitete Dr. Martin Hamburger zunächst das Diakonische Werk des damaligen Kirchenkreises Elberfeld und seit 2005 das Diakonische Werk des Kirchenkreises Wuppertal. Am Freitag (01.04.2022) wird der Pfarrer im Rahmen eines Gottesdienstes mit anschließendem Empfang in der Kirche an der Gräfrather Straße in Vohwinkel verabschiedet.

„Dr. Hamburger stand pastoral-seelsorglich und theologisch für die Kultur und die Ausrichtung der Diakonie“, sagte Superintendentin Ilka Federschmidt. Als Person habe er immer die Einheit von Diakonie und Kirche gelebt. Und sei dabei warmherzig gewesen: „Schicksale von Menschen hat er an sich herangelassen und war im allerbesten Sinne des Wortes auch Hirte seines diakonischen Werkes.“

Großer gegenseitiger Respekt

„Dr. Martin Hamburger wird eine große Lücke hinterlassen“, sagte Prof. Dr. Hans-Willi Kling, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Diakonie, anlässlich der Verabschiedung. „Sein Handeln war immer von großem Respekt füreinander geprägt.“

Auch in Zukunft soll jedes Diakonie-Projekt sozial-unternehmerisch unter die Lupe genommen werden. „Das ist ja gerade der wichtige Unterschied zu einem rein kommerziellen Anbieter“, so Kling. Daher sei die Verantwortung für den oder die Nachfolger:in groß. Das Bewerbungsverfahren für die neue Diakoniedirektorin oder den neuen Diakoniedirektor läuft, wird aber noch einige Zeit beanspruchen.

Diakonie bekommt wieder einen theologischen Vorstand

Auch nach dem Ausscheiden von Dr. Hamburger wird es wieder einen Theologischen Vorstand bei der Diakonie geben. Bis dahin führen Cornelia-Maria Schott und Thomas Bartsch, beide langjährig in der Geschäftsführung der Diakonie, die Geschäfte weiter.

Die Diakonie Wuppertal ist Teil der evangelischen Kirche in Wuppertal und gehört mit mehr als 2000 Mitarbeitenden zu den Top 10 Arbeitgebern in der Stadt.

Foto: Bettina Osswald
Text: Nikola Dünow

Stimmen zum Abschied

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister Wuppertal
„Dr. Martin Hamburger strahlt unheimlich viel Kraft aus. Trotz aller Managementaufgaben als Kopf der Diakonie hat er seine Wärme nie verloren. Er ist als Mensch gelassen und stets ganz bei sich.“

Cornelia-Maria Schott, Geschäftsführerin der Diakonie Wuppertal gGmbH
„Sie werden uns allen sehr fehlen.“

Thomas Bartsch, Geschäftsführer der Diakonie Wuppertal gGmbH
„Sie waren ein sehr großzügiger Chef. Sie haben uns die Freiheit gegeben, uns zu entwickeln und uns dabei beraten und begleitet.“

Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt Wuppertal
„Wir waren das Dreamteam des Sozialen Wuppertals.“
„Wir haben viel zusammen gelacht – oft über uns selbst.“

Helga Siemens-Weibring, Beauftragte für Sozialpolitik bei der Diakonie RWL
„Er war mein Mentor, als ich Prädikantin war. Er ist ein toller Theologe und spricht so, dass es nicht nur Theologen verstehen.“

Erich Bethe von der Bethe-Stiftung
„Er ist ein netter Typ und spielt genauso gerne Doppelkopf wie ich – und wir wollen beide unbedingt immer gewinnen.“

Dr. Christoph Humburg, Direktor des Caritasverbands Wuppertal /Solingen
„Ich bin stolz darauf, dass wir zusammen ein ökumenisches Kinderhospiz in Wuppertal hinbekommen haben. Das war gar nicht so einfach, aber wir haben gemeinsam eine gute theologische Lösung gefunden.“

Ilka Federschmidt, Superintendentin im Ev. Kirchenkreis Wuppertal
„Zusammenhalt hat viel mit handelnden Personen und Vertrauen zu tun. Der Zusammenhalt zwischen Kirche und Diakonie ist mit Dr. Martin Hamburger als Diakoniedirektor gewachsen. Ich wünsche der Diakonie und uns, dass wir dieses Miteinander behalten und weiter stärken. Ihm persönlich wünsche ich ein fröhliches Loslassen.“

Prof. Dr. Hans-Willi Kling, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Diakonie Wuppertal
„Dr. Hamburger war wie ein Katalysator für die Diakonie: Er hat vieles beschleunigt und möglich gemacht. Und mit einer Mischung aus Autorität und Zuhören für den nötigen Zusammenhalt in der wachsenden Diakonie gesorgt.“

Dr. Thorsten Böth, DRK Geschäftsführer für Wuppertal und Solingen
„Dr. Martin Hamburger weist immer wieder auf das wichtige Dauerthema Armut hin und adressiert das beharrlich an die Politik.“

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