Geld sparen und gut essen

Tipps für den Einkauf bei steigenden Lebensmittelpreisen - Konkrete Sparmöglichkeiten zeigt Michelle Schüler-Holdstein von der Verbraucherzentrale in Wuppertal auf:

  • Saisonale Lebensmittel kaufen:
    Tomaten sind lecker und gesund, kosten derzeit aber bis zu 12 Euro pro Kilo und müssen über viele tausend Kilometer zu uns transportiert werden. Deutlich günstiger ist die Ernährung mit heimischen Lebensmitteln, die gerade Saison haben. Derzeit sind das zum Beispiel Porree, Rote Beete, Rübchen, verschiedene Kohlsorten und Feldsalat. Aus der Lagerung gibt es Kartoffeln, Äpfel, Gurken, Möhren, Kürbis oder Pastinaken. Einen guten Überblick bietet der Saisonkalender der Verbraucherzentrale NRW. Ein Einkauf auf dem Markt kann zudem günstiger sein als im Supermarkt, vor allem kurz vor Ende des Markttages.
  • Mit Wochenplan einkaufen gehen:
    Es lohnt sich, einen Essensplan für die komplette Woche aufzustellen und damit geplant einzukaufen. Ein solcher Plan mit Einkaufszettel reduziert die oft teuren Spontankäufe. Vorab sollte man die eigenen Vorräte und die Reste im Kühlschrank checken und von hinten nach vorne räumen. Auch ist es möglich (und manchmal nötig), vorab ein Maximalbudget für den Einkauf festzulegen. Wer seinen Einkauf im Supermarkt nicht plant, kauft in der Regel mehr als gedacht und benötigt.
  • Selber kochen: Brotzeit statt „To go“:
    Es ist meist günstiger, selbst zu kochen. Fertigmahlzeiten sind oft teurer. Die Ernährungsexpert:innen der Verbraucherzentrale bieten online eine Liste mit Gerichten, die den Geldbeutel schonen. Ebenso gehen kleine Snacks unterwegs ins Geld. Wer sich eine Brotzeit schmiert und den Kaffee im eigenen Thermobecher mitnimmt, kann damit Geld und Abfall sparen.
  • Spartipps von der Lagerung bis zum Selbstanbau:
    Alle Verbraucher:innen können zudem weitere Sparmöglichkeiten nutzen: Lebensmittel, die nur noch kurz haltbar sind, werden meist in Supermärkten oder Discountern reduziert angeboten. Ebenso sollten übermäßige Lebensmittelabfälle vermieden werden. Speisereste kann man mit cleveren Rezepten weiterverwenden. Lebensmittel sollten zudem zu Hause richtig gelagert werden, damit sie sich möglichst lange halten. Wer den Fleisch- und Wurstkonsum verringert, profitiert ebenfalls finanziell. Auch bei Getränken gibt es Sparpotenzial: Wasser, vor allem Leitungswasser, ist deutlich billiger als Softdrinks. Leitungswasser ist besonders umweltschonend und kann geschmacklich mit einem Spritzer Zitrone oder ähnlichem aufgepeppt werden. Und wer einen Garten oder Balkon und einen grünen Daumen hat, kann Kräuter, Gemüse und Obst selbst anbauen.

    Weiterführende Infos und Links:

     

  • Rezepte für gesunde Ernährung mit wenig Geld: https://www.verbraucherzentrale.nrw/node/12870
  • Tipps zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln: https://www.verbraucherzentrale.nrw/node/59515
  • Saisonkalender für heimisches Obst und Gemüse:  https://www.verbraucherzentrale.nrw/node/17229
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