07.03.2022

Tipps für die richtige Bewerbung

Eine ansprechende und individuelle Bewerbung zu erstellen ist nicht leicht. Nur wenige Arbeitssuchende wissen, worauf es bei einer guten Bewerbung ankommt, um damit Chancen bei einem potenziellen Arbeitgeber zu haben. Dabei gibt es sowohl beim Anschreiben als auch beim Lebenslauf einiges zu beachten. Sich daher vorab ausführlich damit zu beschäftigen, was zu einer richtigen Bewerbung gehört und welche Fehler vermieden werden sollten, ist sehr zu empfehlen, um die Jobsuche nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

Tipps für die richtige Bewerbung ©pixabay

Wie eine richtige Bewerbung aussieht und welche Tipps berücksichtigt werden sollten, sehen wir uns in diesem Beitrag genauer an. Der Vollständigkeit halber nennen wir auch die üblichen Fehler, die beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen gerne gemacht werden.

Was gehört grundsätzlich zu vollständigen Bewerbungsunterlagen?

In erster Linie kann jeder Bewerber sich daran orientieren, was in den Jobausschreibungen der Unternehmen gefordert wird. Üblicherweise steht dort drin, welche Unterlagen im Rahmen der Bewerbung versendet werden sollen. Oft findet man aber auch nur den Verweis darauf, dass die vollständigen Bewerbungsunterlagen angehängt werden sollen, und in einigen Fällen würde eine Bewerbung auch nur dann angenommen werden.

Demnach sollten auf jeden Fall folgende Unterlagen erstellt und beigefügt werden:

  • Lebenslauf
  • Individuelles Anschreiben
  • Schul- oder Ausbildungszeugnisse, unbedingt aber Arbeitszeugnisse
  • Bescheinigungen zu abgeschlossenen Fortbildungen
  • Für den Job relevante Bescheinigungen

Optional kann auch ein Deckblatt erstellt werden, wenn die Bewerbung postalisch versendet wird. Bei Online-Bewerbungen macht dies heute keinen Sinn mehr.

Welche Fehler werden häufig bei den Bewerbungsunterlagen gemacht?

Es gibt gleich mehrere Fehler, die Bewerber beim Erstellen ihrer Bewerbungsunterlagen machen können und die sehr häufig vorkommen. Da wären zum einen das Einreichen unvollständiger Bewerbungen, zum anderen die Beilegung sämtlicher Zeugnisse und Bescheinigungen, die man je erhalten hat. Beides sind meist Ausschlusskriterien für Personaler.

Bewerbungen unvollständig einzureichen ist insbesondere dann ein No-Go, wenn in der Jobausschreibung explizit genannt wird, welche Unterlagen benötigt werden. Erst recht ist es ein schwerwiegender Fehler, wenn die vollständige Abgabe aller Bewerbungsunterlagen gefordert wird.

Zu viele Unterlagen einzureichen macht jedoch auch keinen Sinn. Kein Personaler wird sich Bescheinigungen oder Zeugnisse aus der Schulzeit ansehen, wenn sich beispielsweise ein Mittvierziger mit 20 Jahren Berufserfahrung für einen Job bewirbt. In diesem Fall sind solche Bewerbungsunterlagen vollkommen überflüssig.

Weitere Fehler sind natürlich die allbekannten Rechtschreibungs- und Grammatikfehler in Anschreiben und Co. oder das Verfassen von allgemein gehaltenen und nicht-individuellen Anschreiben, die vermutlich einfach nur kopiert worden sind. Dies fällt geschulten und erfahrenen Personalern selbstverständlich schnell auf.

Was macht also gute Bewerbungsunterlagen aus?

Besonders wichtig ist das sorgfältige Zusammenstellen aller relevanten Unterlagen. Dazu sollte immer ein genauer Blick auf die Jobausschreibung und gegebenenfalls auf die Webseite des Unternehmens geworfen werden. Wird dort keine konkrete Aussage dazu gefunden, gilt folgendes: Der Lebenslauf, ein Anschreiben und die wichtigsten Arbeitszeugnisse sollten immer versendet werden. Wurden für den Job relevante Praktika oder Fortbildungen gemacht, können auch die zugehörigen Bescheinigungen angehängt werden.

Es ist auch immer abhängig von der Position und von der bisherigen Berufserfahrung, welche Unterlagen sinnvoll in der Bewerbung sind. Bei Bewerbungen für Ausbildungsstellen müssen selbstverständlich die Schulzeugnisse beigelegt werden, während das 20 oder 30 Jahre später keinen Sinn mehr macht. Bewirbt man sich nach der Ausbildung auf eine Stelle, gehört natürlich ebenfalls das Ausbildungszeugnis in die Mappe. Ist diese jedoch zehn Jahre her, reicht den Personalern bereits der Blick in den Lebenslauf, um zu sehen, wann welche Ausbildung gemacht wurde. Zu diesem Zeitpunkt sind Noten nicht mehr wichtig.

Bevor man also einfach alle Unterlagen versendet, die man hat, sollte man genau überlegen, welche für den potenziellen neuen Job von Relevanz sind.

Worauf sollte ganz besonders geachtet werden?

In erster Linie sollten die Unterlagen natürlich sauber sein und keine Flecken aufweisen – sowohl beim Postversand als auch als Scans fällt so etwas schnell auf. Aber auch Fehler aller Art sollten tunlichst vermieden werden. Beides kann sonst den Eindruck erwecken, dass sich der Bewerber keine Mühe macht und möglicherweise ein Chaot oder Schluderer ist, was die Chancen auf einen neuen Job schwer reduziert.

Versendet man eine Bewerbung per Mail, sollten nie nur die Unterlagen angehängt werden. Eine kurze Ansprache gehört immer dazu und das Anschreiben ersetzt diese keinesfalls.

Wer sich unsicher ist, ob seine Bewerbung alles Wichtige beinhaltet, das Anschreiben gut formuliert und der Lebenslauf in seiner Form ansprechend gestaltet ist, kann sich im Rahmen eines Bewerbungscoachings auch Hilfe bei einem Experten holen. Dieser weiß ganz genau, was Personaler sehen wollen und stellt eine große Unterstützung im gesamten Bewerbungsprozess dar.

Das Anschreiben als wichtigster Bestandteil der Bewerbung

Selbstverständlich ist im nächsten Schritt aber das Anschreiben das wichtigste Dokument in einer Bewerbung. Daher muss dieses zwingend auf die Stelle und das Unternehmen passen und so individuell wie möglich formuliert werden. Folgende Informationen gehören in jedes Anschreiben:

  • Die eigenen Kontaktdaten sowie die des Unternehmens
  • Ein persönlicher Ansprechpartner in der Anrede (wenn vorhanden)
  • Stelle nennen, auf die man sich bewirbt, ggf. mit Referenznummer oder anderem Bezug
  • Erfahrungen in diesem Bereich beschreiben
  • Stärken und besondere Fähigkeiten in Bezug auf die relevantesten Tätigkeiten aufzeigen
  • Kurz Bezug nehmen auf das Unternehmen und weshalb man dort arbeiten möchte
  • Gehaltsvorstellungen und mögliches Eintrittsdatum
  • Aktuelles Datum und Unterschrift

Der Aufbau eines Anschreibens ist üblicherweise immer gleich: Die Länge sollte maximal eine Seite (DIN A4) betragen und nur die wichtigsten Informationen und Beschreibungen der eigenen Person sollten kurz, aber dennoch aussagekräftig formuliert werden. Es muss ein roter Faden in den Beschreibungen erkennbar sein.

In jedem Fall muss auch der Lebenslauf die wichtigsten Angaben wie den beruflichen Werdegang, Sprachkenntnisse, Weiterbildungen etc. enthalten, der Stelle entsprechend angepasst und unterschrieben sein, damit die Unterlagen im Gesamten ein rundes Bild ergeben.

Fazit

Gute und ansprechende Bewerbungsunterlagen erhöhen die Chancen auf einen neuen Job maßgeblich. Bewerber sollten sich immer ausreichend Zeit nehmen und sich zum Unternehmen und zur Stelle informieren, um Anschreiben und Lebenslauf entsprechend formulieren und anpassen zu können. Sofern nur die relevantesten Informationen und Unterlagen eingereicht werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, zu Vorstellungsgesprächen eingeladen zu werden, in denen man sich dann beweisen kann. Bei Bedarf kann schließlich die Unterstützung durch einen professionellen Bewerbungscoach den Bewerbungsprozess noch einmal besonders beschleunigen, wenn sich Bewerber mit ihren noch Unterlagen unsicher sind und Hilfe brauchen.


        
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