Bitte Mensch und Tier nicht trennen!

In Fluchtunterkünften ist keine Tierhaltung erlaubt - stattdessen sollen die Tiere von ihren Menschen getrennt und in den örtlichen Tierheimen untergebracht werden. Das sorgt bei den geflüchteten Familien, aber auch bei den Tieren, für weiteres Leid durch die Trennung - und bringt zudem die ersten Tierheime in Not.

Symbolfoto: C.Otte

Sie brauchen dringend Unterstützung, denn es gibt nicht genügend Aufnahmekapazitäten. Die Betreuung der Tiere sorgt zudem für erhebliche Zusatzkosten, die bisher nicht ausreichend bis gar nicht durch die Kommunen erstattet werden.

Zusammen mit unseren Landesverbänden haben wir einen öffentlichen Appell an den Bundeskanzler und andere politische Verantwortliche gesendet. Unsere Forderungen im Detail:  

: In den Fluchtunterkünften muss die Haltung von verträglichen Tieren, deren Gesundheitsstatus von einem Tierarzt überprüft wurde, sofort zugelassen werden.

: Die vorgeschriebene Tollwutquarantäne sollte bundesweit mit tierärztlicher Beratung auch in Privathaushalten ermöglicht werden.

: Für die Tiere, die vorübergehend in die Obhut eines Tierheimes gegeben werden, muss die zuständige Kommune eine Erstattung der Kosten zusagen.

: Entstehende Tierarztkosten (z. B. Laborkosten für die Bestimmung der Tollwut-Antikörper-Titer oder Materialkosten für das Setzen eines Mikrochips) müssen geregelt sein und behördlich übernommen werden.

: Kommunen und Länder müssen umgehend zusätzliche Quarantäneunterbringungen schaffen oder dafür sorgen, dass vorhandene, aber bislang nicht zugelassene Unterbringungsmöglichkeiten entsprechend umstrukturiert werden.

: In der Europäischen Union muss ein Sonderhilfstopf aufgesetzt werden, aus dem Tierrettungen insbesondere entlang der Grenze finanziert werden.

: Auch Tierschutztransporte von Tieren aus der Ukraine und private Transporte von mehr als fünf Tieren sollten unter die Einfuhr-Ausnahmeregelung fallen. Notfalls müsste vorausgesetzt werden, dass vor der Einreise das Ziel und die Unterbringung der Tiere geklärt sind.

Die Tierschutzvereine und Tierheime wollen helfen: den Menschen und den Tieren   . Daran besteht kein Zweifel. Sie brauchen aber auch dringend Unterstützung durch die Politik.

www.tierschutzbund.de/krieg-in-der-ukraine

Anmerkung der Redaktion:  Auf unsere Nachfrage am 28.02.22  hat HelgeLindh Bundestagsabgeordneter für Wuppertal  zugesagt, sich  auf  kommunaler und  Landesebene zu erkundigen. Die Antwort steht noch aus.  (C.O)

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