05.10.2021

SPD-Ratsfraktion: Wie kann die Impfquote erhöht werden?

Die Impfquote in Wuppertal liegt noch immer unter dem NRW-Durchschnitt und die SPD-Ratsfraktion sucht nach Möglichkeiten, das zu ändern. Dazu hat die Fraktion eine Große Anfrage im Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit gestellt.

Lukas Twardowski, SPD-Sprecher in dem Ausschuss, erläutert dazu: „ Konkret möchten wir wissen, mit welchen Maßnahmen einer Impfskepsis bzw. Impfmüdigkeit gezielt entgegengewirkt werden könnte, um so bislang ungeimpfte Menschen in Wuppertal zu bewegen, sich für eine Impfung zu entscheiden. Die Frage ist, wie konkret der Personenkreis erreicht werden könnte, der bislang unsicher ist, bzw. sich nicht impfen lassen möchte.“

Dilek Engin, Vorsitzende des Integrationsausschusses ergänzt: Auch die Frage, wie das Impfangebot noch niederschwelliger gestaltet werden kann und wie beispielsweise sprachliche oder bürokratische Barrieren abgebaut werden könnten, stellen wir. Die Verwaltung möge Pläne aufzeigen und Möglichkeiten ausloten, um auf die bisher ungeimpften Menschen in Wuppertal zugeschnittene Ansprachemöglichkeiten zu finden, um so die Impfquote weiter zu erhöhen.“

Um das Virus zu kontrollieren, müssen laut Berechnungen des Robert Koch Instituts 85-90 Prozent vollständig gegen COVID-19 geimpft sein. Twardowski: „In Wuppertal liegt die Quote der vollständig geimpften aktuell knapp über 65 Prozent. Entsprechend müssten mindestens 50 Prozent der bisher ungeimpften, aber impffähigen Menschen noch erreicht werden, um eine Impfquote von 85 bis 90 Prozent zu erreichen.

Städtische Impfaktionen und Kampagnen wurden bereits umgesetzt, die Einführung von 2G soll ungeimpfte Menschen zu einer Impfung motivieren.

„Darüber hinaus bedarf es weiterer Anstrengungen und Maßnahmen, bisher impfunwillige Menschen zu erreichen und bestenfalls umzustimmen. Wir hoffen, dass die Verwaltung weitere, wirksame Maßnahmen aufzeigen und umsetzen kann.“

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Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    Wenn in Wuppertal wirklich 65% vollständig geimpft sind, dann liegt Wuppertal sogar knapp über dem Bundesdurchschnitt. Aber ist es die alleinige Aufgabe des Stadtrats, unrealistische Impfquoten zu erfüllen?

    Es wird Zeit, dass sich der eindimensionale Blick auf die Coronazahlen mal um ein paar Horizonte hebt:

    Bundesweit sind 7 Kinder im Alter von 5-14 Jahren an COVID19 gestorben. Null davon in Wuppertal.

    Wieviele Kinder sterben jährlich durch Suizid?
    Wieviele im Straßenverkehr?
    Wieviele bei Badeunfällen?
    Wieviele durch Vernachlässigung oder Missbrauch?
    Wieviele Kinder werden aktuell wegen simpler Erkältungserreger ins Krankenhaus eingeliefert?

    Stehen die jeweiligen Gegenmaßnahmen noch in einem vernünftigen Verhältnis zu den Coronamaßnahmen? Stehen die Coronamaßnahmen noch in einem vernünftigen Verhältnis zu ihren Nebenwirkungen?

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