20.05.2010

Andreas Feicht bilanz schwebebahn WSW

WSW mobil GmbH: Gutes Geschäftsjahr trotz Sondereffekten

Umsatzerlöse leicht gesteigert. Rückgang der Passagierzahlen aufgrund der Wirtschaftskrise. Kostendeckungsgrad bei Bussen verbessert, aber Zunahme des Defizits bei der Schwebebahn aufgrund hoher Investitionen erwartet.

Die WSW mobil GmbH, Tochterunternehmen der WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH, blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurück. „Die positiven Zahlen des vergangenen Jahres zeigen, dass unsere Restrukturierungs- und Sparbemühungen erfolgreich sind“, so Andreas Feicht, Geschäftsführer der WSW mobil GmbH. So konnten die Umsatzerlöse trotz gestiegener Investitionen und sinkender Landeszuschüsse gesteigert werden. Das Geschäftsergebnis wurde zusätzlich durch die Bildung von Rückstellungen für die Reparatur des Schwebebahngerüsts belastet.

Das Ergebnis des Verkehrs ist, wie in den Vorjahren, defizitär. Der Fehlbetrag vor Verlustübernahme durch die WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH beträgt 49,0 Millionen Euro, wobei aufgrund der weiterhin konsequent durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen der operative Verlust gegenüber dem Vorjahr leicht gesenkt werden konnte. Die Umsatzerlöse lagen 2009 mit 61,0 Millionen Euro um 0,5 Millionen Euro höher als im Vorjahr.

Die Fahrgastzahlen in Schwebebahn und Bussen sind leicht gesunken.Die Fahrgastzahlen in Schwebebahn und Bussen sind leicht gesunken.

Die Entwicklungen in den beiden Sparten Schwebebahn und Omnibus sind sehr unterschiedlich: Im Busbereich konnten die WSW den Kostendeckungsgrad erneut steigern. Bei der Schwebebahn ist hingegen aufgrund der Investitionen in das Gerüst und eine neue Wagengeneration auch in den nächsten Jahren mit einer Zunahme des Defizits zu rechnen.

Leicht rückgängig war die Anzahl der Fahrgäste. Mit 91,348 Millionen waren 1,3 Prozent weniger Menschen mit Bus und Schwebebahn unterwegs als noch 2009 (92,524 Millionen). Zurückzuführen ist dies vor allem auf Kurzarbeit und Wirtschaftskrise.

Viele wichtige Aufgaben wurden im vergangenen Jahr begonnen. Darunter fallen die planerischen Vorbereitungen der Baustellen Stütze 100 und Landgericht ebenso wie die Vorarbeiten zur Ausschreibung einer neuen Fahrzeuggeneration. Zu einem dramatischen Entschluss führten die Berechnungen eines Gutachters zum Jahresende. Aus statischen Erwägungen mahnte der Gutachter umfangreiche Verstärkungsarbeiten im Altgerüst an. Die Geschäftsführung der WSW mobil zog die Konsequenzen aus den Sicherheitsbedenken des Experten, legte die Bahn kurzerhand für vier Monate still und ordnete die geforderten Arbeiten an.

Im Busbereich setzte das Unternehmen seine Initiative für eine umweltfreundliche Busflotte fort. 31 neue Fahrzeuge mit modernster Abgasreinigung wurden im vergangenen Jahr angeschafft. Entschlossen zeigte sich die WSW mobil auch beim Thema kontrollierter Vordereinstieg. Als eines der ersten Unternehmen im VRR bestückte es 2009 seine gesamte Flotte mit Lesegeräten, damit künftig die Fahrgäste ihre Tickets am Vordereinstieg selbst kontrollieren können. In einem Pilotversuch wurden wertvolle Erkenntnisse gesammelt, seit 1. Januar 2010 gilt der Vordereinstieg zunächst ab 20 Uhr auf allen Linien. Ab 1. Januar 2011 entfällt dann auch die zeitliche Begrenzung.

Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde der Übergang des Carriba-Carsharing an das Unternehmen Cambio vorbereitet und im laufenden Jahr vollzogen. Es gelang mit Cambio einen versierten Kooperationspartner zu finden, der diesen Baustein des Mobilitätsangebotes der WSW mobil GmbH weiterführt.

Auch 2010 warten wieder große Aufgaben auf die WSW mobil. So müssen die Stütze 100 und die Station Landgericht demontiert und erneuert werden. Aufgrund der Platzverhältnisse vor Ort knifflige Aufgaben. Außerdem wird das neue Fahrzeugdesign für die Schwebebahn in den kommenden Monaten weiter Konturen annehmen. Eine Entscheidung für die nächsten 40 Jahre steht an.

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Quelle: WSW

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