BuGa ohne Ökobilanz

DIE LINKE im Rat hatte beantragt, das Herzstück der geplanten Bundesgartenschau (BuGa), die Hängeseilbrücke, durch eine Ökobilanz zu bewerten.

 

Logo DIE LINKE im Rat der Stadt Wuppertal

Bernhard Sander, Vertreter der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Nachhaltigkeit: „Die Vertreter*innen der anderen Fraktionen fanden es sei noch nicht der richtige Zeitpunkt für eine ökologische Betrachtung. Aber wann soll die Ökobilanz erstellt werden? Für die Bewertung des BuGa-Leuchtturms ist es doch im Vorhinein wichtig zu wissen, ob der Ressourcenverbrauch durch den Nutzen, den die Hängeseilbrücke verkehrspolitisch bringt aufgewogen wird.“

Die finanzielle und technische Machbarkeit ist die eine Seite, und die Umweltaspekte sind die andere Seite bei der gesamten BUGA. Darauf hat ja bereits der Oberbürgermeister hingewiesen. Er stellte fest, dass es bei der BUGA vor allem um Nachhaltigkeitsaspekte gehen solle und nicht um eine Blümchen-Show.

„Nun ist gerade die Hängeseilbrücke keine Blümchen-Show, sondern ein vielleicht ziemlich nutzloses Schaustück. Sowas wird gerade überall in der Welt eröffnet und wird bald kaum noch Neuigkeitswert haben“, argumentiert Sander.

// Hinzufügen fixer Banner der Mediengruppen-Seiten

Kommentare

  1. Norbert Beutel sagt:

    Bernhard Sander (die Linke) bedauert, dass sein Antrag auf Erstellung einer Öko-Bilanz der geplanten Fußgänger-Hängeseilbrücke über das Tal der Wupper abgelehnt wurde.

    Vielleicht hätte die Linke ihren Antrag ja auch vernünftig stellen können. Aber eine 700 Meter lange Stahlseil-Hängebrücke mit einer – gem. der dem Ratsantrag beigelegte Bachelor-Arbeit – 25 Meter kurzen Auflager-Holzbrücke zu vergleichen, ist in etwas so, als ob die WSW einen neuen Stadtbus benötigen und dafür ein Gutachten über einen Trabi in Auftrag geben.
    .
    Vor Antragstellung hätten sich die Linken ja mal über bereits bestehende ähnliche und damit vergleichbare Brücken schlau machen können. Die einfachste Möglichkeit jedoch wäre gewesen, den Ersteller der Machbarkeitsstudie für die Wuppertaler BUGA-Brücke über seine Erfahrung mit der bis vor kurzem längsten Hängeseilbrücke, der Rappbodentalbrücke Titan RT im Harz zu befragen. Schließlich hat diese Brücke das selbe Unternehmen geplant.

    Weitere Vergleichsobjekte sind u.a. die Brücken „Geierlay“ im Hunsrück und die „516Arouca“ in Portugal.
    Um es der linken Ratsfraktion etwas einfacher zu machen, gebe ich anschließend die Kontaktdaten der Planungsbüros sowie der Betreiber bekannt.

    Titan RT: Planer: info@hochkant.de – Betreiber: info@titan-rt.de
    Geierlay: Planer: info@crestageo.ch – Betreiber: bm-moersdorf@gmx.de
    516Arouca: Planer: itecons@itcons.uc.pt – Betreiber: turismo@aroucageopark.pt

    Hinweis: die 516Arouca, derzeit längste Hängeseilbrücke der Welt im „Rouca UNESCO Global Geopark“, wurde vom Institut für Forschung und technische Entwicklung für Bau, Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit an der Universität Coimbra (mit 730 Jahren eine der ältesten Universitäten der Welt) geplant und erhielt dafür den World-Travel-Awords 2020.

Neuen Kommentar verfassen

Schreibe einen Kommentar zu Norbert Beutel Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.