Hirscheber Palu soll in Nürnberg zum Erhalt seiner bedrohten Art beitragen

Der am 8. August 2019 in Wuppertal geborene Hirscheber Palu hat den Grünen Zoo verlassen und sein neues Zuhause im Tiergarten Nürnberg bezogen. Hier soll er einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung seiner bedrohten Art leisten und sich fortpflanzen. Dafür wird ihm in Nürnberg schon bald ein Weibchen im fortpflanzungsfähigen Alter zur Seite gestellt.

Foto: Filipe von Gilsa

Mit Palu darf sich der Grüne Zoo Wuppertal nach mehr als zwei Jahrzehnten wieder über die erfolgreiche Aufzucht eines Hirschebers und einen wichtigen Beitrag für das Europäische Ex-Situ Programm (EEP) freuen. Dank einer guten Vorbereitung durch das Tierpflegerteam des Grünen Zoos verlief der Transport reibungslos und stressarm. Palu war in den vergangenen Wochen bereits an seine Transportkiste gewöhnt worden, in die er sich nun für die Reise wie geplant unaufgeregt und selbst hinein begeben hat.

Im Tiergarten Nürnberg hat Palu eine großzügige Anlage im sogenannten Tropenhaus bezogen, wo bis Ende der 1990er Jahre schon Hirscheber gehalten wurden. Zwei zusammen über 1.000 Quadratmeter große Außenanlagen, entstanden aus den ehemaligen Gehegen von Pinselohrschweinen und Flachlandtapiren, sowie ein rund 70 Quadratmeter großer Innenbereich mit fünf Boxen und einem Schaubereich stehen Palu und seiner neuen Partnerin hier zur Verfügung. Badebecken und Schlammsuhlen bieten reichlich Möglichkeiten zur Körpferpflege. Der Tiergarten Nürnberg führt das EEP und koordiniert damit die Erhaltungszucht der Hirscheber in den Zoologischen Gärten des europäischen Zooverbands EAZA.

Außenanlage im Tiergarten Nürnberg Foto: Jörg Beckmann

Hirscheber gelten als zoologische Kostbarkeit und werden in der Roten Liste der Internationalen Naturschutzunion IUCN als „gefährdet“ (vulnerable) eingestuft. Im März dieses Jahres durfte sich der Grüne Zoo erneut über Nachwuchs bei den seltenen Schweineartigen aus dem indonesischen Regenwald freuen. Der kleine Kedua entwickelt sich prächtig und ist inzwischen regelmäßig mit seiner Mutter auf der rund 1.150 Quadratmeter großen HirscheberAußenanlage des Grünen Zoos unterwegs.

Gemeinsam mit dem Zoo-Verein Wuppertal e.V. setzt sich der Grüne Zoo für den Schutz der hoch bedrohten Hirscheber in ihrem natürlichen Lebensraum ein. Ihre Population ist durch Holzeinschlag und Brandrodungen, illegale Goldschürfungen und Bejagung stark zurückgegangen. Der Zoo-Verein unterstützt ein Projekt der ZGAP (Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V.) zum Erhalt der Hirscheberpopulation im Nantu-Regenwald, einem der wenigen noch unberührten Waldgebiete auf der indonesischen Insel Sulawesi.

Die ZGAP finanziert dort Ranger, um Hirscheber und andere Tiere vor Wilderei zu schützen, und fördert durch Aufklärung und Einbindung der örtlichen Bevölkerung die Akzeptanz und Unterstützung für die Natur- und Artenschutzmaßnahmen vor Ort. Zoo-Verein und Grüner Zoo leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag für den internationalen Natur- und Artenschutz und die Erhaltung einer hoch bedrohten Art und ihres Lebensraumes.

Quelle: Grüner Zoo Wuppertal

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