22.04.2021

SPD beantragt Monitoring der Störungen im Busverkehr

Die SPD-Fraktion setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass vermeidbare Störungen des Busbetriebs abgestellt werden.

Die SPD-Ratsfraktion beantragt in der kommenden Sitzung des Verkehrsausschusses eine Auflistung der Betriebsstörungen und Ausfälle im Bus-Liniennetz der WSW. Die Sozialdemokraten möchten damit einen Überblick darüber gewinnen, wo im Netz Schwerpunkte von Störungen auftreten und wie diese behoben werden können. Ein Umstieg vom Individualverkehr auf den ÖPNV sei erst dann für viele Menschen attraktiv, wenn das Bus- und Schwebebahnnetz zuverlässig funktioniere und den Mobilitätsbedarf der Menschen abbilde. Der Antrag solle auch Problembereiche im Netz in den Fokus rücken, die bisher wenig diskutiert und beachtet wurden.

„Wir müssen feststellen, dass es immer wieder zu erheblichen Störungen im Busbetrieb unserer Stadt kommt“, erklärt Stadtverordneter Markus Stockschläder, Mitglied im Verkehrsausschuss. „Verkehrsbehinderndes Parken und Baustellen stören regelmäßig den geregelten Busverkehr. Busse kommen deshalb erst mit erheblicher Verspätung an oder fallen teilweise ganz aus“. Die Folge: Ein Vertrauens- und Komfortverlust im ÖPNV, der verhindere, dass mehr Menschen auf die umweltverträglichen Verkehrsmittel umsteigen.

„Die Debatte um häufige Störungen der Quartierslinie 643 auf dem Ölberg zeigt regelmäßig, dass es Probleme mit der Zuverlässigkeit des Busverkehrs gibt. Was uns jedoch bisher fehlt, ist eine verlässliche Übersicht darüber, wo es regelmäßig zu Betriebsstörungen, Ausfällen und Verspätungen kommt und wie diese behoben werden können.“

Die SPD-Fraktion setzt sich deshalb mit Nachdruck dafür ein, dass vermeidbare Störungen des Busbetriebs abgestellt werden. „Zu der von allen geforderten Beschleunigung des ÖPNV gehört auch, dass die Busse ungehindert auf den Linien verkehren können“, so Markus Stockschläder abschließend.

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Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    Hier ist von „Beschleunigung des ÖPNV“ und „Umstieg vom Individualverkehr auf den ÖPNV“ die Rede.
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    Im August 2021 werden laut VO/0422/21 u.a. die Buslinien 614, 629 und 639 durch die WSW quasi eingestellt. Wer z. B. in der Lüntenbeck, am Boltenberg oder in der Hindenburgstr. am Zoo wohnt, wird vom normalen ÖPNV abgekoppelt und muss sich stattdessen 20 min vorab einen „TaxiBus“ bestellen. Für die einfache Fahrt vom Boltenberg zum Einkaufen nach Sonnborn kann man inklusive Organisations-Aufwand so locker eine halbe Stunde Zeit einplanen. Mit dem Auto sind es 5 min.
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    Anschlüsse an den richtigen ÖPNV:
    Lüntenbeck, Tescher Busch 30:
    1,2 km Fußweg zur Haltestelle Sandfeld, Bus 601
    Boltenberg, Zur Waldesruh 223:
    1,3 km Fußweg zur Schwebebahnstation Zoo
    Zooviertel, Hindenburgstr. 193:
    1,2 km (100 Höhenmeter) Fußweg zum S-Bahnhof Zoo
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    Solche Maßnahmen verstärken den Umstieg vom ÖPNV auf den Individualverkehr und bremsen den ÖPNV aus.
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    Positiver Effekt: Wo keine Busse mehr fahren, kommt es auch zu weniger Störungen im Busverkehr.

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