29.04.2010

Agentur für Arbeit Arbeitslosenquote Arbeitsmarkt Martin Klebe

Frühjahrsbelebung aber keine Trendwende

„Durch die übliche saisonale Belebung sind auch in Wuppertal im April weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet aber noch keine Trendwende, denn die Krise ist noch nicht abgewendet. Allerdings hat sich diese nicht so kritisch wie zunächst prognostiziert auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Wuppertal, die Situation auf dem Arbeitsmarkt der Region. „Die Frühjahrsbelebung vollzieht sich ausschließlich im Versicherungsbereich. Dies zeigt, dass die günstige Entwicklung verstärkt durch erste konjunkturelle Lichtblicke, eng mit dem Arbeitsmarkt zusammenhängt“, so Martin Klebe.“

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Die Arbeitslosenquote bleibt wie im letzten Monat bei aktuell 12,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie im April noch 13,3 Prozent. 

Allgemeine Entwicklung in Wuppertal

Im April sind in Wuppertal 21.345 Menschen arbeitslos, 109 weniger als im März und 2.213 weniger als vor einem Jahr. Besonders Jüngere unter 25 Jahren haben von der Frühjahrsbelebung profitiert, so dass die Jugendarbeitslosigkeit derzeit um ein Fünftel niedriger liegt, als vor einem Jahr. Aktuell suchen noch 2.244 Personen unter 25 Jahren einen Job und damit knapp 600 weniger als vor einem Jahr.

„Junge Fachkräfte, die im Januar und Februar nach bestandener Prüfung zunächst nicht übernommen werden konnten, haben nun im Frühjahr gute Beschäftigungschancen, denn der Bedarf nach ausgebildeten Fachkräften ist weiterhin hoch“, erläutert Martin Klebe.

 Verlierer der aktuellen Entwicklung sind derzeit langzeitarbeitslose Personen, denn die Langzeitarbeitslosigkeit hat sich entgegen der allgemeinen positiven Entwicklung im Vergleich zum letzten Jahr nicht entspannt. Im Gegenteil: Aktuell sind in Wuppertal  rund 8.900 Personen über ein Jahr arbeitslos gemeldet und damit etwa 500 mehr als im letzten Jahr.

 In diesem Monat meldeten sich in Wuppertal 3.973 Personen neu oder erneut arbeitslos, das waren rund 180 mehr als im April 2009. Im Vergleich zum letzten Jahr meldeten sich im April in der Grundsicherung fast dreimal so viele Menschen nach Beendigung einer Maßnahme der ARGE Wuppertal arbeitslos. Von 333 Menschen stieg die Zahl auf nun 860 an.

Nachdem sie ihren Job aufgeben mussten, meldeten sich im April im Vergleich zum letzten Jahr rund 23 Prozent weniger Menschen arbeitslos. Auf der anderen Seite fanden in diesem Monat insgesamt 1.475 Wuppertaler und damit knapp 14 Prozent mehr als im April 2009 eine neue Arbeit und konnten so ihre Arbeitslosigkeit beenden. Von den Kunden der Agentur für Arbeit Wuppertal fanden sogar ein Drittel mehr Männer und Frauen eine neue Arbeit als im April 2009. Insgesamt konnten so 4.086 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden und damit über 600 mehr als vor einem Jahr. „Es ist ganz üblich, dass sich im Versicherungsbereich zuerst die Belebungen niederschlagen, weil die Kunden dort näher am Arbeitsmarkt sind“, erklärt Martin Klebe. „So verzeichnete in der Krise zuerst die Agentur für Arbeit Wuppertal einen Anstieg der Kunden, bevor sich dies auch bei der ARGE Wuppertal bemerkbar machte. Jetzt läuft es in diesem Monat umgekehrt.“

 Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Wuppertal entwickelt sich in der Arbeitslosenversicherung anders als in der Grundsicherung. Während im Vergleich zum letzten Monat im Versicherungsbereich insgesamt rund fünf Prozent weniger Menschen bei der Agentur für Arbeit Wuppertal arbeitslos gemeldet sind, verzeichnet die ARGE Wuppertal in der Grundsicherung eine Zunahme von einem Prozent bei den arbeitslosen Personen.  Aktuell werden daher 5.063 Menschen von der Agentur für Arbeit Wuppertal betreut und 16.282 Arbeitslose von der ARGE Wuppertal.

 Kräftebedarf in Wuppertal

Im April suchten mehr Wuppertaler Unternehmer als im letzten Jahr flexible und motivierte Arbeitskräfte. Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Wuppertal wurden insgesamt 665 sozialversicherungspflichtige Stellen von Arbeitgebern aus Wuppertal neu gemeldet. Das waren 104 Stellen mehr als vor einem Jahr. In Wuppertal werden aktuell insbesondere Altenpfleger, Verkäufer, Kraftfahrzeugführer, Bürofachkräfte, Elektroinstallateure, Krankenschwestern, Bankfachleute, Maler und Lackierer, Informatiker, Köche, Schlosser, Gärtner, Erzieherinnen, Friseure, Dreher, Maurer, Tischler, Buchhalter, Industriekaufleute, Kellner, Werkzeugmacher, Arzthelferinnen und Hilfskräfte gesucht.

Einladung zum Vermittlungsnachmittag

Die Agentur für Arbeit Wuppertal lädt alle Männer und Frauen, die eine Arbeit suchen, zum Vermittlungsnachmittag am Donnerstag, 6. Mai im Berufsinformationszentrum (BiZ) ein. Von 15 bis 17.30 Uhr können Besucher sich im BiZ über die neuesten Stellen informieren. Diese werden auf Pinnwänden angeschlagen. Außerdem suchen Vermittler aus dem Arbeitgeberservice den Besuchern in Kurzgesprächen auch die passenden Stellenangebote heraus.

 Kurzarbeit

„Im April gibt es nur kleine Veränderungen bei der angezeigten Kurzarbeit. Für die Unternehmen ist dies immer noch ein wichtiges Instrument, um ihre Fachkräfte durch die Auftragsflaute zu retten“, so Martin Klebe.

Die Zahl der angezeigten Kurzarbeiter blieb auch im April nahezu auf dem Niveau des letzten Monats.

Nachdem im März noch 418 Betriebe in Wuppertal für 12.100 Arbeitnehmer Kurzarbeit anzeigten, machten in diesem Monat 415 Betriebe für 12.087 Personen Gebrauch von diesem Instrument. 

 Den Arbeitsmarktreport finden Sie unter http://www.arbeitsagentur.de/nn_171302/Dienststellen/RD-NRW/Wuppertal/AA/A01-Allgemein-Info/Allgemein/amb-Arbeitsmarktberichte-2010.html

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