23.09.2020

Kommentar von Claudia Otte Slawig

Stadtdirektor Johannes Slawig und seine Bitte um Hilfe…

Gestern (22.09.2020) erhielten alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadt Wuppertal eine Rundmail von Stadtdirektor Johannes Slawig mit der Bitte um fünf Minuten kostbarer Zeit ....Ein Kommentar dazu von Claudia Otte

Fünf Minuten unserer Zeit, obwohl er weiß, dass wir, besonders die Pflegekräfte, Tag für Tag die Auswirkungen einer desaströsen Finanzpolitik zu spüren bekommen und deshalb gar keine Zeit haben. Lebenszeit Herr Slawig, wie soll das gehen bei 13 Tage durcharbeiten ohne Wochenende in den Alten u.Pflegeheimen, da bleibt nämlich keine Zeit und wenn wir Zeit haben, dann müssen wir uns erholen, damit wir die nächsten 13 Tage durcharbeiten können.

Sie bitten uns eine Petition zu unterschreiben damit ein Schuldenschnitt möglich gemacht wird und das Land unsere Stadt weiter finanziell unterstützt. Gleichzeitig forcieren Sie die Errichtung eines millionenschweren Tanztempels der für unsere Stadt zig Millionen an Unterhaltskosten jedes Jahr bedeutet.

Nebenbei schmeißen Sie auch sonst mit Steuergeldern um sich. Ich rede jetzt mal nicht von gemobbten Dezernenten und Intendantinnen und den ganzen Klagen inklusive Ihrer Eigenen, die Sie aus der Stadtkasse bezahlen und Sie bitten die Angestellten der Stadt um Hilfe? Wie arm ist das denn?

Deshalb werde ich mit Sicherheit nichts unterschreiben, legen Sie den Tanztempel in die Schublade und sorgen Sie einfach für mehr Personal, von sechs Millionen Euro im Jahr ist das doch wohl machbar…

Claudia Otte

Anmelden

Aktuelle Stellenangebote:

Kommentare

  1. Arnim sagt:

    Die Petition bezieht sich auf die Entschuldung der Stadtkasse. Eine Entschuldung der Stadtkasse gehört m. E. zu den Kernaufgaben eines Kämmerers. Ergo, eine solche Petiton nicht zu den dienstlichen Belangen eines Kämmerers zu zählen scheint mir übertriebener und somit kontraproduktiver Formalismus zu sein.
    Anyway, daß hier behandelte Thema lenkt meiner Meinung nur von den wirklichen „Leichen im Keller des Dr. S.“ ab.
    Wünsche ein schönes Wochenende.

    1. Arnim sagt:

      Sry, sollte eigentlich als Antwort auf Wolf (s.u.) eingefügt werden.

    2. Wolf sagt:

      Ich habe nie behauptet, die Stadtkasse gehöre nicht zu den betrieblichen Belangen…
      Ich sehe möglichen Missbrauch in die Einbeziehung sämtlicher Bedienstete bei Slawigs Vorgehen.
      Beschäftigten im Sportamt ist es auch nicht erlaubt eine innerbetriebliche Petition für den Wuppertaler SV zu starten und auf die Daten der Beschäftigten zuzugreifen, weil dieser WSV Werbeträger sein könnte.
      Zugleich ist Slawig als Personaldezernent Karrierebauer.
      Aber Vorsicht, wenn Sie sich über Slawigs Leichen äußern, er könnte wieder Klage erheben und wir Steuerzahler müssten das Verfahren wieder zahlen (auch wenn er mehrheitlich Verlierer ist).

  2. Susanne Zweig sagt:

    Mal langsam: Die Rundmail ging also an die Mitarbeiter der Stadt. Scheinbar beschäftigt die Stadt Pflegekräfte. Und Frau Otte arbeitet für die Stadt, weshalb sie auch diese Mail bekommen hat. Sie ist außerdem noch Pflegekraft, weil sie in „Wir“-Form für die Pflegekräfte spricht, die 13 Tage durcharbeiten müssen. Am 14. Tag hat sie natürlich keine 5 Minuten um die Mail zu lesen sondern erholt sich als Redakteurin für njuuz und schreibt einen öffentlichen Kommentar über die Mail?

    Habe ich etwas falsch verstanden?

    Ich hätte es jedenfalls hilfreich gefunden, zuerst die Mail und dann den Kommentar dazu lesen zu können. So muss ich mir den Inhalt der Mail und die Beziehung zu Frau Otte aus dem Kommentar zusammenreimen und weiß dabei immer noch nicht, ob mich das überhaupt interessiert…

  3. Claudia Otte (Redaktion) sagt:

    Die Rundmail ging nicht an private Mailadressen der Mitarbeiter, sondern an zentrale Stellen in der Verwaltung, von wo sie dann verteilt wurde.

  4. Arnim sagt:

    Liebe Frau Otte, Sie müssen den armen Mann doch auch verstehen. Da ist einer auf CDU-Ticket mit Billigung der SPD ins Amt gekommen und ist 22 Jahre lang von den übergeordneten Instanzen dieser Organisationen im Regen stehen gelassen worden – wogegen er sich, bei Strafe der Aussonderung, ja nun gar nicht wehren konnte. Nun da sich seine Amtszeit (endlich!) dem Ende nähert bleibt ihm als lame duck gar nichts anderes mehr übrig, als sich mit einem Bettelbrief an Menschen zu wenden, die nicht in die Machenschaften dieser Organisationen eingebunden sind…

    Sein Denkfehler dabei ist, selbst wenn der kommunale Schuldenpakt zustande käme, daß es ein Gnadenakt der Herren der Strukturen, die das Problem der Stadtverschuldung sehenden Auges herbeigeführt haben wäre. Dieser Gnadenakt entbehrte jeglicher Nachhaltigkeit und würde nichts am strukturellen Haushaltsdefizit der Kommunen ändern. Die Abhängigkeit von den Entscheidungen der Bundes- und Landesfürsten der Parteien bliebe erhalten. Des Kämmerers Nachfolger müssten in zehn oder fünfzehn Jahren erneut Bettelbriefe verfassen.

  5. Christine Leithäuser sagt:

    So ist es. Herr Nocke wurde abgewählt, weil er eine Mailliste der CDU für eigene Zwecke nutzte.

  6. Wolf sagt:

    Den obigen Ausführungen stimme ich zu.

    Zu erwähnen ist noch das Verstecken der Verantwortlichen hinter Zuständigkeiten Kommune-Land-Bund,
    CDU-Slawig ist bestens vernetzt. Es ist die selbe CDU auf allen Politikebenen, die über Steuergelder entscheidet.
    Leider oftmals nicht im Interesse der Bürger*innen.

    Für mich hat die Nutzung der Mailadressen der Beschäftigten das Geschmäckle des Machtmissbrauchs.

    1. Arnim sagt:

      Lieber Wolf. Als Vertreter des Dienstherrn hat der Kämmerer einen legalen und legitimen Zugriff auf die e-mail Adressen der Beschäftigen der Stadt. Da sein Ansinnen ein dienstliches ist, sehe ich nichts Verwerfliches an diesem Punkt. Aus dem Artikel geht nicht hervor, daß Slawig private Adressen verwendet hätte.
      (Unglaublich, daß ich einmal eine Handlung des Herrn Dr. Slawig in Schutz nehmen müsste… ;-))

      1. Wolf sagt:

        Der vermutliche Missbrauch bezieht sich auf nicht dienstliche Belange. Und dies ist m. E. ein Aufruf eine Petition zu unterschreiben, wenn der Aufrufende Macht über die Beschäftigten ausüben kann.
        Dr. Slawig ist auch Personaldezernent und für Personalentwicklung und Stellenbesetzungen zuständig.
        Dr. Slawig ist sicherlich eher als autoritäre Führungskraft in der Verwaltung zu verordnen.

        1. Wolf sagt:

          Soll verorten heißen

          autofill… smile alone

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.