Kommunalwahl in Wuppertal – Recht, Pflicht und Privileg!

Wahltage sind klarer Ausdruck der Demokratie und der Menschenrechte und staatsbürgerliche Pflicht. Rund 49% der Wuppertalerinnen und Wuppertaler haben vergangenen Sonntag ihr Recht und ihre Pflicht wahrgenommen und neben dem Oberbürgermeisteramt ihre Stimme auch für den Rat und die Bezirksvertretung abgegeben.

Die Wirtschaftsjunioren Wuppertal können nur nochmal an jeden appellieren die Stichwahl am 27. September 2020 als Instrument zu nutzen, um der eigenen Mitbestimmung Ausdruck zu verleihen.

Auch wenn die Wahlbeteiligung, ob per Briefwahl oder persönlich, gegenüber den Kommunalwahlen 2014 etwas höher war, so stellt sich die Frage, warum die Verantwortung für das gegenwärtige und zukünftige Geschehen in der Stadt Wuppertal nicht stärker wahrgenommen und aktiv mitbestimmt wird. „Warum die Wuppertaler nicht stärker Gebrauch von ihrem Privileg zu wählen gemacht haben, erschließt sich mir absolut nicht.

In vielen anderen Ländern gehen die Menschen auf die Straßen, um ihr (Wahl)Recht zu erkämpfen. Insbesondere die Proteste in Weißrussland 2020 sind die größten Massendemonstrationen seit Ausrufung der Republik im Jahr 1991, ausgelöst durch dubiose Wahlen“, sagt Moritz Schönian, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Wuppertal.

Wer bestimmt unsere Gesellschaft? Wer sagt, wer dazu gehört? Wer legt fest, welche Inhalte für Bildung wichtig sind und wer sie bekommt? Wer regelt, woher unsere Energie kommt und wer wieviel verbrauchen darf? Wer sorgt für Sicherheit und wie? Wahlen betreffen das Leben eines jeden einzelnen und die Zukunft. Die Zukunft mitzubestimmen, ist keine extern auferlegte Pflicht, sondern sollte in jedermanns ureigenem Interesse liegen.

Quelle: Wirtschaftsjunioren Wuppertal

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Kommentare

  1. Arnim sagt:

    Korrektur: 46,9% Wahlbeteiligung in 2020 – nicht 49. (https://www.wuppertal.de/rathaus-buergerservice/verwaltung/wahlen/wahlbeteiligung.php) Also ledigliche eine Änderung im Rahmen des wetterbedingten, statistischen Zufalls.

    Es ist kein Privileg als Stimmvieh für im kleinen Kreis ausgekungelten alternativlosen „Alternativen“ herhalten zu müssen. Auch die Diktaturen der deutschen Geschichte legten großen Wert auf Abstimmungen und dort dann besonders auf die Quote der Beteiligung. Es ist also zutiefst demokratisch von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch zu machen, wenn man kein akzeptables Angebot kennt.

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