07.09.2020

SPD-Ratsfraktion auf Tuchfühlung mit Friedrich Engels

Mitglieder der SPD-Ratsfraktion besuchten im Rahmen einer Vor-Ort-Information die noch bis 20. September in der Kunsthalle Barmen laufende Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“.

Der Leiter des Historischen Zentrums, Dr. Lars Bluma, sowie die Chefkuratorin der Ausstellung, Heike Ising-Alms, führten die Gruppen durch die Engels-Ausstellung, die im Rahmen der Feierlichkeiten rund um den 200sten Geburtstag des berühmten Wuppertalers gezeigt wird.

Bürgermeisterin Ursula Schulz, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, erläutert: „Die Ausstellung belegt eindrucksvoll die Vielseitigkeit Friedrich Engels. Der in Barmen geborene Sohn eines großen Textilfabrikanten wird zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, die die Geschichte bis heute beeinflusst haben, gezählt. Eines seiner berühmtesten Werke ist sicherlich das, gemeinsam mit Karl Marx verfasste, ‚Kommunistische Manifest‘ von 1848, aus dessen erstem Satz auch der Ausstellungstitel entliehen und angelehnt ist: „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus.“

Der SPD-Stadtverordnete Heiner Fragemann, Mitglied im Kulturausschuss, ergänzt: „Dank dieser Ausstellung und der vielen weiteren Veranstaltungen im derzeit laufenden Engelsjahr können die Wuppertaler und alle weiteren Besucher Friedrich Engels kennenlernen als das, was er war: Ein Universalgenie und großer Denker, dessen Wirken weit in die Gegenwart hineinstrahlt. Auch wenn sich die Umstände in der Arbeitswelt und der Gesellschaft seit dem 19. Jahrhundert stark verändert haben, so haben die von Engels bearbeiteten Themen zu sozialer Ungleichheit und zur Verteilung des Kapitals auch heute noch große Aktualität und bergen Sprengstoff für unsere heutige Gesellschaft. Insbesondere in dieser schwierigen Zeit der Pandemie und den damit verbundenen gesellschaftlichen Einschränkungen –die im Übrigen auch die kulturellen Veranstaltungen zu Friedrich Engels hart getroffen haben – treten soziale Ungleichheiten wieder deutlicher zutage. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal an die Probleme der Kulturschaffenden erinnern, gerade Solo-Selbstständige haben oft keinerlei Sicherheiten und Rücklagen und sind durch die Krise an den Rand ihrer Existenz geraten. Dank der Hilfen des Bundes und der weiteren Hilfen des Landes NRW, für die sich die SPD stark gemacht hatte, konnten Probleme zumindest abgemildert werden. Besonders freue ich mich, dass auf Initiative auch unserer Fraktion hin die Mittel des Von der Heydt-Kulturpreises in diesem Jahr umgewidmet werden konnten und nun als zusätzliche Mittel der gesamten freien Kulturszene in Wuppertal zur Verfügung stehen“, fügt Heiner Fragemann hinzu.

Ursula Schulz fasst abschließend zusammen: „Natürlich müssen wir Engels Themen auch kritisch betrachten, es muss klar sein, dass seine Aussagen nicht Eins-zu-eins auf heutige Verhältnisse übertragbar sind. Dennoch: Viele seiner Gedanken und Ideen waren sehr fortschrittlich und richtungsweisend und haben ihre Aktualität im Grundsatz bis heute nicht verloren. Aus der auf Engels und Marx Ideen fußenden Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts gehen unsere heutigen Gewerkschaften, die Sozialgesetzgebung und auch unsere Partei hervor. Es ist gut und wichtig, sich zwischenzeitlich an diese Wurzeln zu erinnern. Die Ausstellung zu Ehren Friedrich Engels hat das getan – vielen Dank also für diese gelungene Sonderschau!“

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