12.08.2020

hitze Klimaschutzkonzept Ozon Umwelt

GRÜNE: Hitzeplan für Wuppertal!

Die aktuelle Hitzeperiode ist erneut ein deutliches Zeichen für den Klimawandel.

Temperaturen von mehr als 30 Grad sind nun schon den dritten Sommer in Folge an der Tagesordnung. Zukünftig müssen wir uns auf längere Hitzeperioden und weitere heiße Sommer einstellen. Um auf die Klimafolgen vorbereitet zu sein und gesundheitliche Gefahren zu minimieren, muss jetzt konsequent gehandelt werden – auch auf der kommunalen Ebene.

Marc Schulz, Bürgermeister und GRÜNER Spitzenkandidat zur Kommunalwahl 2020:
„Der Rat der Stadt Wuppertal hat in den letzten anderthalb Jahren auf Initiative der GRÜNEN eine Vielzahl von Maßnahmen beschlossen, um der Hitzeproblematik etwas entgegenzusetzen:

  • bei Planung neuer Gewerbeflächen ist eine klimagerechte Entwicklung umzusetzen. Dabei ist insbesondere auf eine ressourcenschonende und nachhaltige Bauweise zu achten, die eine Durchgrünung der Gewerbeflächen zulässt
  • der Stopp der Bebauungspläne auf der Kleinen Höhe sorgt weiter für kühle Frischluft im Innenbereich
  • mit der Wiedereinführung der Baumschutzsatzung wird der aktuelle private Baumbestand in der Stadt geschützt
  • neue Gebäude mit Flachdächern müssen in Zukunft mit Gründächern ausgestattet werden,
  • darüber hinaus wurde die Installation von Trinkwasserzapfstellen im Stadtgebiet beschlossen.

Wir wollen mit einer klugen und nachhaltigen Stadtentwicklung mehr Lebensqualität innerhalb der Stadt schaffen. Das bedeutet, Grünflächen zu pflegen und auszuweiten, Bäume als Schattenspender zu schützen und neu zu pflanzen. Stadtbäume, Dach- und Fassadenbegrünung, Grünflächen und Parks sowie urbanes Gärtnern haben positiven Einfluss auf das Stadtklima, hohe Temperaturen können damit deutlich gesenkt werden. Außerdem stehen wir GRÜNEN für klimafreundliche Bauvorhaben im Innenbereich anstelle von Versiegelungen auf der grünen Wiese im Außenbereich, um neue Hitzeinseln zu vermeiden.

Mit der Verabschiedung des städtischen Haushaltes 2020/2021 haben wir außerdem eine deutliche Aufstockung des Personals im Ressort Grünflächen und Forsten und zusätzliche Unterhaltungsmittel für Grünflächen und für die Neupflanzung von Stadtbäumen beschlossen. Ganz wichtig vor dem Hintergrund, dass gerade die Wälder und Bäume durch die große lang anhaltende Trockenheit stark geschädigt werden. Die Bewässerung der Bäume ist eine zentrale Aufgabe, um den Bestand zu sichern. Aber auch jede*r Einzelne kann einen privaten Beitrag zur Bewässerung der Stadtbäume während der Hitzeperiode leisten“

Ilona Schäfer, umwelt- und gesundheitspolitische Sprecherin:
„Die gesundheitlichen Auswirkungen der Hitze auf den menschlichen Organismus sind enorm, gerade für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich Betroffene.

Mit der Hitze einher geht meist auch ein starker Anstieg der Ozonwerte. Die Stadt warnt die Bevölkerung, wenn die Werte auf über 180 µg/m³ steigen. Sinnvoll ist es auch dann, Autos stehen zu lassen und den Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) verstärkt zu nutzen und darüber hinaus keine schweren körperlichen Aktivitäten im Freien auszuüben.

Außerdem möchten wir an die Wuppertaler*innen appellieren, Nachbarschaftshilfe nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie zu leisten. Auch die aktuelle Hitzeperiode sollte Anlass sein, hilfebedürftige Personen zu unterstützen!

Im Rahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes muss ein Hitzeplan für Wuppertal aufgestellt werden, der zügig die negativen Auswirkungen der Hitzeperioden abmildert.“

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