17.01.2020

Wie Sie die Critical Chain-Methode richtig nutzen

Wie Sie die Critical Chain-Methode richtig nutzen, damit Projekte zum Erfolg werden

Statistisch gesehen sind nur wenige Projekte wirklich erfolgreich. Oftmals hängt dies mit einer unzureichenden Projektplanung zusammen. Die Critical Chain Methode kann dies verhindern. Dabei werden Abhängigkeiten und negative Faktoren im Projekt unter die Lupe genommen und zum eigenen Vorteil verwandelt.

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Viele Projekte scheitern

Oftmals scheitern Projekte letztlich an den vorgegebenen Zielvorgaben. Entweder werden hierbei Zeitrahmen nicht beachtet oder überschritten oder aber Kosten übersteigen das Budget.

Viele verschiedene Faktoren können das beeinflussen. Denn jede einzelne Störung hat letztlich eine Auswirkung auf die Endkosten bzw. den Abschlusstermin. Im Alltag kann es passieren, dass zwischenzeitliche Einsparungen in Kosten und Zeit nicht an das Team kommuniziert wird. Denn Mitarbeiter fürchten oftmals höhere Anforderungen für spätere Teilbereiche des Projekts. So werden keine zusätzlichen Puffer gebildet und das Projekt kann schnell aus den Fugen geraten.

Außerdem gibt es das sogenannte Studenten-Syndrom. Dabei werden Tätigkeiten erst in letzter Minute abgeliefert bzw. erledigt – ähnlich wie es Studenten im Studium tun, wenn sie für eine Arbeit lernen müssen. Das führt letztlich dazu, dass Mitarbeiter im Projekt selten ihre Aufgaben vor der geschätzten Dauer abschließen.

Die Critical Chain Methode kann helfen

Der Ansatz des Critical Chain ist ein ganzheitlicher, bei der alle Störfaktoren bedacht werden und ein Umdenken bei allen Teammitgliedern wird. So können beispielsweise versteckte Sicherheiten in das Projekt mit eingebaut werden, in dem an unterschiedlichen Stellschrauben gedreht wird. Auf diese Weise werden bessere Ergebnisse erzielt.

Beispielsweise hat sich in der Praxis herausgestellt, dass Arbeiter die Zeit für bestimmte Tätigkeiten nicht richtig einschätzen. Sie kalkulieren nicht die Zeit für die Erledigung ein, sondern die Dauer bis der Abschluss gemeldet ist. So werden aus zwei Tagen schnell drei oder gar vier.

Der Projektleiter nimmt dann diese Daten und baut einen zusätzlichen Sicherheitspuffer ein, sodass die Aufgabe erst innerhalb von fünf oder sechs Tagen erledigt wird. Mithilfe der Critical Chain Methode können unnötige Sicherheitspuffer vermieden werden. Projekt Mitarbeiter denken und handeln vernetzt, sodass sie sich nicht nur auf ihre einzelnen Teilaufgaben konzentrieren. Das bedeutet, dass ein Projekt immer einen bestimmten Anfangs- und Endtermin hat. Wenn wiederum Mitarbeiter schneller mit einem Vorgang fertig werden, werden diese Einsparungen mit in den Gesamtvorgang eingeplant.

Eine Personalplanungssoftware kann bei der Anwendung von Critical Chain helfen.

Zusätzliche Methoden, um Ressourcen optimal zu nutzen

Vor der kritischen Kette kann ein so genannter Feeding Buffer eingebaut werden. Das Ziel dabei ist, den Endtermin bzw. die Zielvorgaben zu gewährleisten. Dabei sollte mit allen Mitarbeitern geredet werden, um eine angemessene Aufwandsplanung zu erstellen. Diese wird dann vom gesamten Team getragen.

Falls es zu Zeitverzögerungen kommen sollte, wird die zusätzlich benötigte Zeit mithilfe des Project Buffers sichergestellt. Auf diese Weise können negative oder positive Schwankungen mühelos ausgeglichen werden.

Projektfortschritte messen

Bei der Critical Chain spielt auch das sogenannte Ampel-Prinzip eine richtige Rolle. Der Fortschritt eines Projekts wird in die drei Ebenen Arbeitspakete, Gesamtprojekt und Teilprojekte eingeteilt. Innerhalb dieser Bereiche wird dann ersichtlich, wie weit ein Vorgang bearbeitet wurde. Beispielsweise meint die Farbe Rot 0%, die Farbe Gelb 50% und die Farbe Grün 90% Abarbeitungsgrad.

Dabei erhält die Leitung des Projekts jederzeit Infos zum Status der Prozesse. Dabei werden sowohl Qualität als auch Quantität verfolgt. Falls sich währenddessen die Dauer der Vorgänge verkürzt oder verlängert, wird dies sofort mit in die Terminplanung bzw. in die Ressourcenplanung mit eingebracht. Für die Dokumentation des Fortschritts werden Meilensteine genutzt. Dabei können bei der Critical Chain Methode Termine für einzelne Meilensteine verschoben werden.

Fazit

Die Durchlaufzeiten werden bei der Critical Chain Methode nicht schneller. Jedoch kann das angestrebte Ziel innerhalb der vorgegebenen Zeit und mit dem entsprechenden Budget erreicht werden. Die Methode erfordert allerdings ein Umdenken bei den Projektmitarbeitern und eine Kultur Veränderung im Unternehmen. Denn sie stellt einen kompletten Paradigmenwechsel dar.

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