27.12.2019

DFV Feuerwehr Feuerwehren

Lindh (MdB): Feuerwehren im Kampf gegen rechtsradikale Tendenzen stärken

Helge Lindh (MdB) traf sich anlässlich des Rücktritts des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbands mit Vertretern der Feuerwehren in NRW und Wuppertal.

Lindh_Schneider_Zander

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Anlässlich des Rücktritts des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV), Hartmut Ziebs, am 14. Dezember, initiierte der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Helge Lindh als Mitglied des Innenausschusses ein persönliches Treffen mit dem Stadtbetriebsleiter der Wuppertaler Feuerwehren, Ulrich Zander, und dem stellv. Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren in NRW, Bernd Schneider. Im Anschluss an das Treffen erklärt Lindh:

„Der Rücktritt von Hartmut Ziebs als Vorsitzender der Deutschen Feuerwehren ist ein Schlag ins Gesicht aller, die sich um ein menschenfreundliches, solidarisches und tolerantes Land bemühen. Er hat sich als Präsident stets vorbildlich für demokratische, liberale und integrative Strukturen innerhalb der Feuerwehr eingesetzt. Ziebs hat die Strategie der AfD, ehrenamtliche Strukturen zu infiltrieren und mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie zu spalten, entlarvt. Die Partei versucht mit ihren Angriffen gezielt solche Berufsgruppen anzusprechen, die für Sicherheit und Ordnung stehen. Es müssen alle Alarmglocken in unserem Land schrillen, wenn bekennende Demokratinnen und Demokraten in ihrer persönlichen Unversehrtheit bedroht werden und um die Sicherheit ihrer Familie bangen müssen. Es wäre eine Bankrotterklärung, wenn wir dem nicht geschlossen entgegenstünden.

Deshalb möchte ich mich auch explizit beim Feuerwehrverband NRW und namentlich Bernd Schneider bedanken, die sich unmissverständlich hinter Ziebs gestellt und ihre Stimme für ein demokratisches Miteinander erhoben haben. Die klare Haltung unserer Feuerwehrleute in NRW ist guter Grund, stolz zu sein! Der Feuerwehrverband NRW hat unter der Führung von Schneider und seinen Vorstandkolleginnen und –kollegen die dringend erforderliche strukturelle Öffnung bereits erfolgreicher als andere bewerkstelligt. Nur eine offene Feuerwehr kann ihren fachlichen Aufgaben gerecht werden und darüber hinaus auch weiterhin eine Stütze unserer Demokratie sein. Denn je demokratischer die Verbandslandschaft in Deutschland aufgestellt ist, desto demokratiefester ist auch unsere gesamte Gesellschaft.

Wir können uns glücklich schätzen, in Wuppertal viele hundert Feuerwehrmänner und      -frauen unter uns zu wissen, die tagtäglich ihr Leib und Leben zum Wohle der Gemeinschaft aufs Spiel setzen. Auch in diesem Jahr haben sie in unzähligen kleinen und großen Einsätzen, wie den einsturzgefährdeten Häusern in der Beyeröhde und den Brandstiftungen im Ostersbaum, Menschenleben gerettet. Herr Zander hat recht, wenn er die nötige Fachlichkeit der Feuerwehren betont und Diversität in Wuppertal als Stärke begriffen wird. Der demographische und gesellschaftliche Wandel fordert auch von den Feuerwehren eine starke politische Vertretung auf Bundesebene, um Gehör für ihre fachlichen Interessen finden zu können. Uns allen sollte gemeinsam daran gelegen sein.

Aus diversen persönlichen Besuchen bei den Wuppertaler Löschzügen – ob am Dönberg, Cronenberg oder den Jugendfeuerwehren – weiß ich, wie wichtig das Vereinsleben in den Feuerwehren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort ist. Die über alle Generationen hinweg Engagierten betonen bei jedem Besuch: Es ist egal, wer du bist. Denn im Einsatz geht es darum, ein Feuer zu löschen, Menschenleben zu retten und zu schützen. Gesellschaftliche Ausgrenzung und im wahrsten Sinne gesellschaftliche Brandstifter dürfen keinen Platz finden. Dafür, dass diese Überzeugungen innerhalb der Feuerwehren unangetastet bleiben, hat sich Hartmut Ziebs in seiner Dienstzeit eingesetzt. Herr Ziebs, vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz!“

 

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