04.09.2019

Weichen gegen Wohnungsnot und Horrormieten stellen

Eine entscheidende Kennzahl für den Wohnungsmarkt ist die wachsende Einwohnerzahl Wuppertals.

„Die Entwicklungen auf dem Wuppertaler Wohnungsmarkt dürfen jetzt nicht verschlafen werden. Deshalb wollen wir die Innenentwicklung stärken und werden auch Außenpotentiale definieren müssen. Zu beiden Themenbereichen hat die Verwaltung Vorschläge eingebracht, die in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen beraten werden sollen“, erklärt Klaus Jürgen Reese, SPD-Fraktionsvorsitzender.

Eine entscheidende Kennzahl für den Wohnungsmarkt ist die wachsende Einwohnerzahl Wuppertals. Laut Prognose von IT.NRW werden 2040 in Wuppertal rund 27.000 Einwohnerinnen und Einwohner mehr leben, als dieses noch vor fünf Jahren prognostiziert wurde. Die städtische Prognose geht von einem noch größeren Wachstum Wuppertals aus. Eine andere entscheidende Kennzahl ist die des genutzten Wohnraums pro Einwohnerin/Einwohner. Diese Kennzahl ist in den letzten zwanzig Jahren um fast 10 Quadratmeter auf 46,5 Quadratmeter pro Person gestiegen. Für sozialdemokratische Wohnungsmarktpolitik wird auch die Sozialbindung von Wohnungen, die auch in Wuppertal stark rückläufig ist, immer weiter in den Fokus der Planungen rücken müssen.

„Wenn alle innerstädtischen Potentiale für zukünftigen Wohnungsbau genutzt werden können, sollten im Optimalfall 10.000 zusätzliche Wohnungen im Bereich der heutigen Siedlungsgebiete unserer Stadt darstellbar sein. Insgesamt wird in den kommenden zehn Jahren aber ein Bedarf von 15.000 neuen Wohneinheiten aufwachsen. Wer Wohnungsnot und Horrormieten wie in Berlin oder München vermeiden will, muss jetzt die Weichen zur planerischen Darstellung der notwenigen Siedlungsflächen stellen“, so Klaus Jürgen Reese abschließend.

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