12.07.2019

Gutes Essen schmackhaft machen

Gemeinsame Mahlzeiten zu Hause und in der Kita


Am Tisch zappelig, leicht reizbar und keinen Appetit: Im Kita-Alter sind Ess-Situationen häufig mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Bedürfnissen verbunden. Das gemeinsame Essen in der Familie wie auch in der Kita kann schnell zur Herausforderung für Klein und Groß werden. Eingeübte Rituale können hier Orientierung und Struktur bieten. „Eltern sollten möglichst häufig gemeinsam mit ihren Kindern essen und dafür sorgen, dass die Mahlzeiten in entspannter Atmosphäre stattfinden können“, so lautet der Ratschlag der Verbraucherzentrale NRW.

  • Feste Mahlzeitenstruktur: Feste Essenszeiten strukturieren den Tag und vermitteln Kindern Sicherheit. Für eine positive Essatmosphäre ist es wichtig, die Mahlzeiten klar von den übrigen Aktivitäten abzugrenzen. Die Mahlzeiten sollten einen festen Beginn und ein festes Ende haben. Damit wird auch Daueressen vorgebeugt. Essensfreie Zeiten von mindestens zwei Stunden zwischen den Mahlzeiten, in denen nur kalorienfreie Getränke zur Verfügung stehen, unterstützen diesen Rhythmus.
  • Auffälligkeiten im Essverhalten: Wenn Kinder über längere Zeit nur sehr wenig oder nur bestimmte Lebensmittel essen, aber auch wenn sie extrem viel in sich hineinstopfen können dies Anzeichen für Störungen im Essverhalten sein. Hierbei handelt es sich meist um vorübergehende Auffälligkeiten, die zum kindlichen Entwicklungsprozess gehören.
  • Essen als Beziehungsregler: In Familien wird die Essensversorgung oft auch zum Anlass, um Zuneigung zu zeigen („extra für dich“), aber auch um Konflikte auszutragen („dann ist Nachtisch gestrichen“). Solche Faktoren haben Einfluss auf die Entwicklung des Essverhaltens bei Kindern und können Störungen befördern.
  • Gegensteuern in Problemsituationen: Wichtig ist, auf die spezielle Esssituation nicht übermäßig zu reagieren. Solange das Gewicht stimmt, sich das Kind gesund entwickelt und aktiv ist, besteht kein Anlass zur Sorge. In der Regel wird der Nährstoffbedarf durch die verspeisten Lebensmittel gedeckt. Problemphasen legen sich auch oft wieder. Vorsichtigen und zurückhaltenden Essern sollten nicht zu viele neue Lebensmittel auf einmal angeboten werden, sondern immer nur eines ab und zu in kleinen Mengen.
  • Viel- oder Wenigesser: Solche Kinder benötigen regelmäßige Mahlzeiten. Sie sollten nicht zwischendurch essen, vor allem keine Süßigkeiten oder sattmachende Getränke konsumieren. Beim Essen sollte darauf geachtet werden, dass Kinder nicht durch andere Dinge abgelenkt werden, damit sie sich besser aufs Essen konzentrieren und Hunger- oder Sättigungssignale wahrnehmen können.

Weiter Informationen bieten folgende Ratgeber :“Bärenstarke Kinderkost“ und „Mit Kindern essen“ die in der Beratungsstelle an der Schloßbleiche zu erhalten sind.

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