18.04.2019

Augen auf beim Kauf und Färben von Ostereiern

Kennzeichnung entschlüsseln und auf Haltung achten



Ostereier selber färben oder kaufen – das ist jetzt die Frage! Gekochte und gefärbte Eier im Handel unterliegen nicht der strengen Kennzeichnungspflicht, die EU-weit für rohe Eier gilt. In bunte Schalen gehüllt verschleiern fertige Produkte, woher sie kommen und dass sie aus Käfighaltung stammen können. Für rohe und ungefärbte Eier sind die Kennzeichnungsvorschriften strenger. „Wer beim Kauf sicher sein will, dass Eier aus der gewünschten Haltungsform im Osterkörbchen landen, sollte sich mit der richtigen Kennzeichnung vertraut machen“, empfiehlt Ricarda Moser von der Verbraucherzentrale in Wuppertal und gibt folgende Tipps:

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  • Bunte Eier im Handel: Bei verzehrfertigen gefärbten Eiern im Karton oder in der Plastikschale müssen Mindesthaltbarkeitsdatum, Stückzahl und Name und Anschrift des Anbieters auch auch die verwendeten Farbstoffe aufgedruckt sein. Bei lose angebotener Ware auf Wochenmärkten oder im Einzelhandel reicht es, wenn auf einem Schild neben den bunten Eiern das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und der Hinweis „mit Farbstoff“ angegeben sind. Es kommen nur Farbstoffe zum Einsatz, die zur Färbung von Lebensmitteln zugelassen sind, dennoch können Allergiker empfindlich reagieren.
  • Angaben bei rohen Eiern: Damit Kunden erkennen können, ob die rohe Ware aus Bio-, Freiland-, Boden- oder Käfighaltung stammt, muss neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung auch die Haltungsform angegeben sein. Woher die Eier kommen verrät der gestempelte Erzeugercode auf der Ei-Schale – zum Beispiel 0-DE-0500081 –. Eine „0“ an erster Stelle gibt die Herkunft aus ökologischer Erzeugung an, eine „1“ steht für Freilandhaltung, die Ziffer „2“ für Boden- und eine „3“ für Käfighaltung. Danach offenbaren Länderkürzel das Herkunftsland. Der abschließende siebenstellige Zahlencode gibt das jeweilige Bundesland sowie die entsprechende Betriebs- und Stallnummer an.
  • Eierkauf ohne Tötung männlicher Küken: Neben jeder Legehenne schlüpft auch ein männliches Küken aus einem Ei. Doch diese legen später keine Eier und sind für die Mast als Hähnchen ungeeignet. Deshalb werden Millionen männliche Küken von Legehennen nach dem Schlüpfen sofort getötet. Es gibt jedoch Eier von Produzenten zu kaufen, die auch männlichen Küken aufziehen. Hinweise und Bezugsquellen gibt es im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/eintagskueken.
  • Haltbarkeit selbstgefärbter Eier: Abgeschreckte Eiern müssen auch bei kühler Lagerung innerhalb von zwei Wochen verzehrt werden. Die Haltbarkeit von nicht abgeschreckten Eiern beträgt hingegen mehr als vier Wochen.

Hinweis für die Redaktion:

Eine druckfähige Infografik zum Eier-Code steht zum Download bereit unter www.verbraucherzentrale.nrw/bild-eiercode.

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