29.07.2018

Fabienne van Straten Komödie Wuppertal kristof stößel KS Theatr

Eine Komödie mit unerwartetem Nachspann

Kristof Stößel übernimmt den gesamten Spielbetrieb an der Wuppertaler Komödie

Theater ©Pixabay

Am 29.07.2ß18 war in der Komödie Wuppertal ab 15:00 Uhr eine besondere Aufführung der Komödie „Drei Morde, Küche, Bad“ durch das von Kristof Stößel geleitete KS-Theater. Das ist ein der Erheiterung des Publikums dienendes Stück, das zu plump wird oder unter die Gürtellinie zielt – nach dem Geschmack des Zuschauerstamms. Der Eintritt war frei, aber die Zuschauer wurden gebeten, danach so viel zu spenden, wie ihnen die Aufführung wert war. Vermutlich fielen die Spenden dieses Mal etwas höher aus, als sie es sonst gewesen wären, weil die Zuschauer im üblichen Nachspann etwas Besonderes erfahren hatten.

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Dass Kristof Stößel bald heiratet, wusste das Stammpublikum schon, und dass das Ensemble, bei dem das KS-Theater als Untermieter jeden zweiten Monat das Programm Gestalttete, den Betrieb an der Komödie aufgeben wolle, war ihnen auch bekannt. Aber die Mitteilung vom abrupten Ende von deren Engagement an der Komödie zu Ende Juli war eine echte Überraschung. Eigentlich hätte die Komödie im August das Programm selbst gestalten sollen. So aber stand Stößel vor der Wahl, Insolvenz anzumelden oder den gesamten Spielbetrieb zu übernehmen. Das ist vermutlich nicht so riskant, wie es zunächst erscheinen mag: Stößel bringt sein Publikum vom Tanzhaus mit, und er kann hoffen, dass ein Teil des bisherigen Komödie-Publikums auch seine Aufführungen besuchen, weil auch dort etwas zum Lachen angeboten wurde. Ferner gewinnt er ständig als „Fabienne van Straten“ bei Stadtführungen neue Anhänger.

Und etwas sehr Wichtiges ist wohl, dass ein Förderverein gegründet wurde, nachdem das KS-Theater vom Tanzhaus beim Bahnhof Unterbaren in die Komödie umgezogen war. Ein solcher Förderverein ist eine wichtige Stütze, wie die Geschichte des Cronenberger TIC Theaters zeigt. Das war nach der Einrichtung einer zweiten Spielstätte in eine solche wirtschaftliche Schieflage geraten, dass es einen Insolvenzverwalter bekam. In dieser Zeit war der TIC Club eine wichtige Stütze. Dass es schwierig ist, ohne öffentliche Zuschüsse in den Räumen der Komödie den Spielbertrieb langfristig rentabel zu gestalten, zeigt die Tatsache, dass es bisher schon mehrere erfolglose Versuche dazu gab. Aber Kristof Stößel und das KS-Theater scheinen den Geschmack eines hinreichend großen Wuppertaler Publikums getroffen zu haben, um auch schwierige Zeiten überstehen zu können.

Auch ein weiterer Umzug muss keinen Zusammenbruch bedeuten, wie die Geschichte des Leo Theaters zeigt, das jetzt einen Spielort in Schwelm hat. Nach kleinen Anfängen im Nebenzimmer einer Eckkneipe in Langerfeld an der B7 hatte Thorsten Hamer zunächst mit dem Leo Theater den Betrieb in einer ehemaligen Gewebeimmobilie schräg gegenüber der Langerfelder Firma Fahnen Herold aufgenommen. Dann zogen sie um in die ehemalige Bemberg-Kantine an der Grenze zu Heckinghausen. Dort hätte dann Brandschutzmaßnahmen ergreifen müssen, um den Betrieb aufrecht erhalten zu dürfen. Deshalb zog das Leo Theater um nach Ennepetal, ins Kreishaus bei der Klutert-Höhle. Selbst dort hin folgten ihm die treuesten Anhänger und feierten dort sogar Silvester. Wegen Unzulänglichkeiten der Instandhaltung zog das Leo Theater schließlich nach Schwelm um, ins Ibach Haus, und auch dort hin sind dem Theater viele treue Zuschauer gefolgt.

Jetzt geht es bei den Zuschauern des KS-Theaters und denen, die es werden könnten, darum, nicht zu schnell den Mut zu verlieren. Wer wissen will, wie es mit dem KS Theater weitergeht, wird Informationen im Internet finden unter https://www.kstheater.de/

Selbst wenn sich der Name des Theaters ändert, wird die Suche nach dem Stichwort „KS-Theater“ noch klappen, denn das KS Theater findet man im Internet auch bei der Eingabe „Theater im Tanzhaus“.

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