Kultur
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Das BOB Kulturwerk und das Engelsjahr 2020

01.07.2018 21:25

Broschüre der Stadt zum Engelsjahr wurde auf dem Nachbarschaftsmarkt auf dem BOB-Gelände ausgelegt

 

Engelsdenkmal Wuppertal

Am 01.07.2018 war auf dem Gelände des BOB Kulturwerks in der Wichlinghauser Straße ein Nachbarschaftsmarkt. Dort hatte das BOB Kulturwerk auch eine kleine Broschüre der Stadt Wuppertal ausgelegt: Engels 2020 – ein Veranstaltungsjahr zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels.

Unter der Überschrift „Ziele und Strukturen des Veranstaltungsjahres“ wird auf die nationale und internationale Bedeutung von Friedrich Engels hingewiesen. Für eine angemessene Würdigung aus mehreren Perspektiven im Kontext aktueller Thematischer Bezüge wird vorrangig ein internationaler Kongress „Fridrich Engels- die Aktualität eines Klassikers“ sorgen. Historiker bearbeiten einen neu entdeckten Teil des Engelsschen Korrespondenz, und die Schumpeter School of Economics (die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät) wird einen Workshop „Engels, das Unternehmertum und die wirtschaftlichen Entwicklung“ anbieten. Zu diesen „Ankerprojekten“ sollen zivilgesellschaftlich getragene Veranstaltungen kommen. Von einer dreiköpfigen Gruppe mit Sitz im Elberfelder Rathaus wird eine Veranstaltungsreihe organisiert, die sich über ein ganzes Jahr erstrecken soll – von November 2019 bis November 2020.

Zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Andreas Bialas gehört das BOB Kulturwerk zu den Frühstartern, das Engelsjahr schon jetzt ins Gespräch bringen. Genannt werden in der von ihm ausgelegten Broschüre die Themenschwerpunkte

  • Die Zukunft der Arbeit – Vom Proletariat zum Prekariat?
  • – Stadtwandel – Wem gehört die Stadt?
  • – Spurensuche ins 19. Jahrhundert – Die Biografien der Wupperthalerinnen und Wuppertaler
  • Globalisierung, Textilproduktion, Konsum
  • – Religion, Philosophie und Utopie

Zu jedem der Themen wurde ein Workshop durchgeführt, in dem Ideen für Beiträge zum Engelsjahr entwickelt werden sollten. Dass sich sehr unterschiedliche Interessengruppen von der Einladung angesprochen fühlten, zeigt sich darin, dass bei dem ersten Workshop zwei hochrangige örtliche. Vertreter der Linken anwesend waren und auch eine Mitarbeiterinder Diakonie teilnahm. Beim letzten Workshop gab es einen hohen Anteil an Vertretern der Weltanschauungsgemeinschaften. Evangelische und Katholische Kirche, jüdische Gemeinde und weltliche Humanisten waren in der Arbeitsgruppe 2Zukunfzsfähige Weltanschauung“ vereint. Aber auch sonst war die Mischung bunt: von einem Schauspielautor über den Förderverein Konsumgenossenschaft Vorwärts bis zum BOB Kulturwerk. Aber was ist dieses Kulturwerk?

Auf dem Nachbarschaftsmarkt wurden an einem Stand Restbestände von Spitzenbändern aus dem namensgebenden BOB-Textilwerk verkauft. Das Verwaltungsgebäude an der Wichlinghauser Straße, das jetzt den Namen Bürgerhaus trägt, beherbergt ziivilgesellschaftlichen Initiativen und Vereine und war im Dezember 2017 Ort der Abschlussveranstaltung der Tour der Solinger „Jungen Expertise“ durch die Wuppertaler „Leuchtturmprojekte“. Wichtige Impulse gab, dass der Hauptredner die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 (LAG 21) vorstellte und sich die nachfolgende Diskussion um die Wiederbelebung der Agenda-21-Aktivitäten und de Stärkung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BnE) in Wuppertal drehte. Ein konkretes Ergebnis dieser Diskussion scheint die Schülerkonferenz „Umschalten für Morgen“ mit Teilnehmern aus Wuppertal, Solingen und Remscheid zu sein.

Auch auf dem Nachbarschaftsmarkt gab es ein Nachhaltigkeitsprojekt von Schülern: Eine der fünften Klassen des benachbarten Carl-Duisberg-Gymnasium informierte über ihr Ernährungsprojekt. Hinzu kam die Bergische Bürgerenergiegenossenschaft (BBEG), die Photovoltaikanlagen für „grünen Strom“ anbietet, und ein Car-Sharing-Stand des WSW, der u.a. darauf hinwies, dass auf diesem Gelände PKWs geparkt werden, die man bei Cambio ausleihen kann.

In diese Richtung zeigt auch ein Teil der Ausrichtung des BOB-Kulturwerks, die dessen Internetseite zu entnehmen ist: ein Projekt Klimaschutz, Esskultur und Soziokultur sowie – außer dem Nachbarschaftsmarkt – ein Gemeinschaftsgarten und „NRW hält zusammen“. Der Broschüre ist kein konkretes Projekt des BOB-Kulturwerks zu entnehmen, es ist anzunehmen, dass es nicht in eine völlig


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