15.06.2018

Heimische Schätze – frisch, lecker und gut fürs Klima

"Da weiß ich wo es her kommt und es schmeckt auch viel besser" war der häufigste Kommentar bei der Mitmach-Aktion "Heimische Schätze - frisch, lecker und gut fürs Klima" am Samstag, den 09. Juni 2018 auf dem Barmer Wochenmarkt.

Foto: Umweltberaterin Anne Wormland-Ciechanowicz und Martin Dahlmann, Landwirt und Vorsitzender der Ortsbauernschaft Wuppertal Ost warben für heimische Schätze auf dem Barmer Wochenmarkt ©Verbraucherzentrale NRW

Hier präsentierte das Projekt MehrWert NRW und die Umweltberatung der Verbraucherzentrale in Wuppertal eine kleine Ausstellung zum Thema heimische Lebensmittel und überraschende Fakten zum Klimaschutz. Gemeinsam mit Herrn Martin Dahlmann, Vorsitzender der Ortsbauernschaft Wuppertal Ost, warben die Umweltberaterinnen Anne Wormland-Ciechanowicz und Ricarda Moser für regionale und saisonale Lebensmittel.

Laut einer Studie legen 78 % der Deutschen beim Lebensmitteleinkauf Wert auf Regionalität, aber nur 2 % verbinden damit auch Saisonalität. Insbesondere das Beispiel Erdbeere überraschte viele Verbraucherinnen und Verbraucher: 3,4 Kilogramm Erdbeeren isst jeder Deutsche statistisch im Jahr. Von Juni bis September sind die süßen Früchte aus regionalem Freilandanbau erhältlich und kommen auf kurzem Wege in den Verkauf. Werden Erdbeeren hingegen mit dem Flugzeug zu uns gebracht, zum Beispiel aus Ägypten, dann entsteht allein durch den Transport bis zu 60-mal mehr CO2 als bei Erdbeeren aus der Region.

Hier nochmal die wichtigsten Tipps der Umweltberatung zum klimafreundlichen Lebensmittel-Einkauf:

  • Zur richtigen Zeit vom richtigen Ort: Von Mai bis September hat der heimische Freilandanbau Hochkonjunktur. In diesen Monaten sind Obst und Gemüse nicht nur besonders frisch und lecker, sondern tun auch dem Klima gut, weil Früchte und Pflanzen nicht mit hohem Energieaufwand im Gewächshaus angebaut oder weite Transportwege aus wärmeren Gefilden zurücklegen müssen. Der Saisonkalender zeigt, in welchem Zeitraum Obst und Gemüse aus heimischem Freilandanbau oder ungeheiztem Anbau geerntet wird.

  • Direkt vom Erzeuger: Im Hofladen, auf dem Wochenmarkt oder mit einer Abo-Gemüse-Kiste können Kunden regionale Lebensmittel direkt vom Erzeuger kaufen. Auf diese Weise unterstützen sie die heimische Landwirtschaft, ersparen der Ware lange Transportwege und oft auch aufwendiges Verpackungsmaterial zum Frischhalten. Vielerorts gibt es auch Felder zum Selbstpflücken von Erdbeeren und Himbeeren.

  • Vorsorgen für die Nachsaison: Um einen überschüssigen Ernteertrag von Bohnen, Brokkoli und Beeren auch noch nach der Saison genießen zu können, empfiehlt sich milchsaures Einlegen (Fermentieren), Einkochen oder Einfrieren. Mit selbst haltbar gemachten heimischen Schätzen landet auch außerhalb der Saison Regionales auf dem Tisch.

    Kostenlose Saisonkalender, Tipps zum Selbst anbauen/pflücken, regionalen Einkaufen, Haltbarmachen und leckeren Rezepten gibt es bei der Umweltberatung in der Verbraucherzentrale, Schlossbleiche 20, Tel: 0202-693 758-05, Mail: wuppertal.umwelt@verbraucherzentrale.nrw oder unter www.mehrwert.nrw/schaetze.

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