Politik
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Rosen, Kaffee und Kleidung aus fairem Handel sowie ein poltischer Appell

13.05.2018 13:33

Das gab es beim Fairhandelsstand auf dem Solinger Neumarkt – und auch Informationen. Dazu gehörte auch das Faltblatt „Ausbeutung von Mensch und Umwelt stoppen!“

Gefairt in Solingen ©Rüdiger Blaschke

Am 12.05.2018 gab es von 10:00 bis 13:00 Uhr mitten im Marktbetrieb des Neumarkts bei der Haltestelle Graf-Wilhelm-Platz einen Fairhandelsstand, an dem Informierten leicht den ersten Bürgermeister Solingens, Ernst Lauterjung, die AGEnda 21-Beauftragte der Stadt, Ariane Bischoff, und Sibylle Arians vom Förderverein Städtefreundschaft mit Jinotega ausmachen konnten. Diese Fair-Trade-Town-Aktion war offenbarSolinger Chefsache.

Ernst Lauterjung war Einer von Mehreren, die an Passantinnen fair gehandelte Rosen verteilten. Sibylle Arians verkaufte tassenweise den Kaffee JinoSol, der von einem Tochterverein des Fördervereins Städtefreundschaft mit Jinotega vertreiben wird. Man konnte aber auch ganze Packungen kaufen und erfahren, wo er außerdem in Solingen erhältlich ist. Am Infostand, der von Ariane Bischoff betreut wurde, gab es ein Info-Blatt (Fact Sheet von Fairtrade) zu fair gehandelten Blumen und Pflanzen sowie ein Faltblatt über den Hochlandarabica JinoSol, der gebrannt wurde aus Rohkaffee aus dem Bereich Jinotega.

Die fair gehandelte Kleidung für Damen Herren und Kinder – z.B. eine Bluse aus Indien und ein Kleid aus Afrika – gab es in einem Kleinlaster mit Kastenaufbau, dem Gefairt aus Haan (Link: http://dasgefairt.de/). Das Gefairt hat Haltestellen mit regelmäßigem Halt, z.B. vor dem Weltladen in Gruiten, Bahnstr. 32:jeden Montagnachmittag, 15:00 bis 18:30 Uhr. Rs gibt aber auch Stopps wie besonderen Anlassen: beim Fair flair – Mülheimer Umweltmarkt, Fair-trade-town-Aktion in Solingen und beim Samstag, 28. April: Frühlingsfest für Ehrenamtliche bei der GEPA. Der nächste außerplanmäßige Stopp in Wuppertal ist am Sonntag, 10. Juni: Luisenfest in Wuppertal-Elberfeld auf der Luisenstraße ab 11:15 Uhr.

Im Gedruckten des Info-Stands fanden sich hauptsächlich Sachinformationen über fairen Handel, Produkte und Bezugsquellen. Eine deutliche Abweichung bedeutete der Appell „Ausbeutung von Mensch und Umwelt stoppen!“ Warum, das steht im Inneren es Faltblatts: „Die Welt will nachhaltiger und gerechter werden.“ Auch die Bundesrepublik Deutschland hat sich zur Verwirklichung der siebzehn UN-Nachhaltigkeitsziele verpflichtet. Dafür müssten die Unternehmen echte Verantwortung übernehmen. Ohne geeignete rechtliche Rahmenbedingungen ist das nicht durchgängig zu erwarten. Deshalb werden wir aufgerufen, unsere Bundestagsabgeordneten daran zu erinnern, dass das in ihrer Hand liegt. Seit dem 12.05.2018, dem Weltladentag, läuft eine Unterschriftenaktion: In allen Weltladen der Bundesrepublik werden Unterschriften gesammelt, und nach der Fairen Woche im Herbst sollen diese an die Bundestagsabgeordneten weitergeleitet werden. Weltläden gibt es auch in Wuppertal: Im Internet leicht zu finden sin die in Elberfeld, Katernberg, Cronenberg und Ronsdorf.

Weitere Informationen gibt e unter www.forum-faire-handel.de/kampagne. Und die Wuppertal streben sogar an, Hauptstadt des fairen Handels zu werden. Aber alle diese Aktivitäten werden erfolglos bleiben, solange die Entscheider nicht grundsätzlich umgedacht haben hinsichtlich der Frage, was das Ziel des Wirtschaftens ist: nicht ständiges Wachstum des Geldvolumens, sondern Befriedigung der Bedürfnisse aller und ohne Überbelastung der Umwelt. Eine Konkretisierung hiervon finden wir bei der Gemeinwohl-Ökonomie und der Donut-Ökonomie, einer wirtschaftspolitischen und einer wirtschaftswissenschaftlichen Richtung, die von Christian Felber und Kate Reaworth gleitet werden. Donut ist hierbei die bildliche Benennung zweier Kreise, zwischen denen sich die Parameter der Wirtschaft bewegen sollen: Innerhalb des Inneren Kreises wäre die sozialen Forderungen nicht erfüllt, außerhalb des äußeren wäre die Umwelt zu stark belastet. Wie bei Aristoteles liegt das Gute zwischen zwei Übeln. Die Naturphilosophie des Aristoteles mag diskreditiert sein, aber seine Logik war es nie, und die Diskreditierung seiner Ethik rächt sich gerade im globalen Rahmen.

Das Wuppertaler Engelsjahr 2020 wäre eine gute Gelegenheit darüber nachzudenken, wo im Sozialismus und insbesondere im Marxismus nicht auf das rechte Maß geachtet wurde. Das könnte helfen, das Ziel der Organisatoren, Friedrich Engels wieder in Wuppertal einzubürgern, zu verwirklichen. Wenn sich die Akzeptanz von Friedrich Engels verbessern soll, dann muss sich erst die Akzeptabilität des von ihm gezeichneten Bildes verbessern.

 

 


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